[WEBLAB] Escape Rooms in wissenschaftlichen Bibliotheken

Veröffentlicht von

Esther Schröder & Lisa Böging

Dieser Titel eines Vortrags des 8. Bibliothekskongresses greift ein Problem auf, das alle Schulenden in Bibliotheken kennen: Eine ‚Keinen Bock‘-Haltung bei den meisten Teilnehmenden unserer Bibliothekseinführungen. Als Lösungsansatz dieses Problems zeichnen sich aktuell pädagogische Escape Rooms ab, die nicht nur Teamarbeit und das Lösen von Problemen fördern, sondern vor allem die Möglichkeit bieten, Informationskompetenz interaktiv zu vermitteln .

Wie das funktionieren soll? Dafür wird in diesem Blogbeitrag zunächst der theoretische Hintergrund beleuchtet, bevor die Konzeption und Herausforderungen eines Escape Rooms dargestellt werden. Ein Interview mit Giulia Stella und Yvonne Voigt, den Entwicklerinnen des Escape Rooms aus der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen (SuUB Bremen), sorgt für direkte Einblicke in die Entstehung. So soll ein besonderer Praxisbezug gewährleistet werden.

Inhalt

Was sind Escape Rooms?

Stellen Sie sich vor, Sie befinden sich mit Freunden in einem abgeschlossenen Raum und nur mit Scharfsinn und Teamarbeit können Sie dem Raum entfliehen. Willkommen in der Welt des Escape Rooms!

Das Konzept ist einfach. Ein Team von Teilnehmenden wird in einen thematisch gestalteten Raum „eingesperrt“ und muss innerhalb einer vorgegebenen Zeit eine Reihe von Rätseln lösen, um zu „entkommen“. Diese Spiele haben in der Regel ein bestimmtes Szenario und können an fast jede Anforderung angepasst werden. Dabei ist es auch möglich, vom klassischen Ausbruchs-Szenario abzurücken. Mystery-Settings, in denen TäterInnen gejagt oder aufgehalten werden oder die Suche nach einem wichtigen Gegenstand, lassen sich ebenfalls in dieses Genre einordnen. Durch diese Flexibilität ist in den letzten Jahren in den USA der Trend aufgekommen, Escape Rooms in Bibliotheken als Methode für Schulungen oder Einführungsveranstaltungen zu nutzen. Seit einigen Jahren wird das auch in Deutschland versucht.

Unter anderem hat sich die SuUB Bremen an die Entwicklung eines Escape Rooms gewagt und konnte ihr Ergebnis erfolgreich in ihren Schulungsalltag integrieren. Im Interview mit Giulia Stella und Yvonne Voigt benennen beide als großen Motivationsfaktor für die Erstellung des Escape Rooms eine Abneigung gegen Frontal-Unterricht. Es ist ihnen wichtig, den Teilnehmenden zu vermitteln, dass eine Schulung in der Bibliothek mehr ist, als nur vorne zu stehen und zu erzählen.

Escape Rooms – Online oder Präsenz?

Durch ihre Vielseitigkeit lassen sich Escape Rooms sowohl in Präsenz als auch online durchführen. Ein Beispiel für einen Online Escape Room hat die UB Marburg 2020 ins Leben gerufen.

Aber welche Form ist besser? Eine der wenigen Studien, die sich mit dieser Frage befasst hat, hat ermittelt, dass den Teilnehmenden beider Formen neues Wissen vermittelt wurde. Tatsächlich konnte ein leicht höherer Wissenszuwachs bei den Teilnehmenden des physischen Escape Rooms festgestellt werden. Spannend ist hierbei auch, dass das virtuelle Gegenstück als etwas schwieriger und stressender wahrgenommen wurde, obwohl es sich um denselben Escape Room handelte.


Wie können pädagogische Escape Rooms funktionieren: Die Theorie dahinter

Lernen durch Escape Rooms klingt zunächst abstrakt. Wie kann das auf einer pädagogischen Ebene funktionieren? Die folgenden Faktoren, die in Escape Rooms gegeben sind, begünstigen eine erfolgreiche Wissensaufnahme und zeigen Vorteile von Escape Rooms in Bibliotheken auf.

Lernfaktor Spaß

Freude als Schlüssel zur Wissensaufnahme

Spaß spielt eine zentrale Rolle im Lernprozess und ist weit mehr als nur ein angenehmer Nebeneffekt. Er wirkt als starker Motivationsfaktor, sowohl für Lernende als auch für Lehrende, um neue Kenntnisse und Fähigkeiten, zu erwerben. Gleichzeitig fördert er die Konzentration, was die Verarbeitung und Aufnahme von neuem Wissen erheblich erleichtert. Dieses durch Freude geschaffene, soziale und unterstützende Lernumfeld trägt ebenfalls maßgeblich dazu bei, einen Grundstein für nachhaltiges und effektives Lernen zu legen.


Problemlöse-Kompetenz

Kreativität fördern

Die Flexibilität, verschiedene Ansätze zur Lösung von Problemen auszuprobieren, stärkt die Kreativität und das kritische Denken der Teilnehmenden. Indem sie eigene Wege erkunden, entwickeln sie die wertvolle Fähigkeit Probleme zu lösen, die weit über eine Schulung hinausreichen.


Teamwork verbessern

Teamwork und Kommunikation durch Escape Rooms fördern

Escape Rooms, ob physisch oder virtuell, bieten vielseitige Möglichkeiten, um Teamarbeit und Kommunikation zu stärken. Sie lassen sich flexibel an nahezu jedes Thema anpassen, sei es, um Wissen zu vermitteln, Gemeinschaft zu fördern, Verbindungen aufzubauen oder einfach für unterhaltsame Erlebnisse zu sorgen.


Individuelles Lernen

Lernen durch eigene Lösungen

Indem Teilnehmende Puzzles und Rätsel eigenständig lösen, gestalten sie ihren Lernprozess aktiv und bauen ihr Wissen selbst ohne direkte Vorgaben auf. Diese spielerische Methode stärkt ihre Eigenverantwortung, schafft eine dynamische Lernumgebung und führt zu einem tieferen Verständnis der Inhalte. Gleichzeitig steigert sie die Motivation, da die Lernenden die Kontrolle über ihren Bildungsweg übernehmen können.


Hemmschwellen abbauen

Library Anxiety überwinden: Die Bibliothek neu erleben

Library Anxiety ist ein Begriff, der die Angst vor der Nutzung von Bibliotheken beschreibt. Betroffene fühlen sich oft durch die Größe und den Aufbau der Bibliotheken überfordert oder haben Angst, Mitarbeitende aus Bibliotheken um Hilfe zu bitten.

Hier kann der Escape Room als spielerische und unterhaltsame Aktivität ansetzen. Er bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre Ängste vor Bibliotheken abzubauen. Sie lernen die Bibliothek als einen einladenden Ort kennen, der weit mehr ist als eine Sammlung von Büchern, Studienmaterialien und Technologien. Dazu berichten Koelling und Russo, die selbst einen Escape Room für die University of New Mexico konzipierten, folgendes:

„Als die Teilnehmenden in das Spiel eintauchten, verschwanden die Grenzen zwischen uns und ihnen. […] Die Freude, einen Hinweis zu finden, war förmlich spürbar – manchmal in Form von aufgeregtem Durcheinander, manchmal in konzentrierter Stille, durchbrochen von gelegentlichen Jubelschreien. Am Ende des Workshops war jegliche Spannung verschwunden. Wir hatten ihr Vertrauen gewonnen.“


Escape-Rooms entwickeln

Ein Konzept entwickeln:

Der effektivste Ansatz, um einen Escape-Room zu entwickeln, ist das sogenannte „Backward-Design“. Dabei beginnt man mit den gewünschten Lernergebnissen und skizziert die angestrebten Resultate. Anschließend wird festgelegt, welche Hinweise oder Aufgaben zeigen, dass die Teilnehmenden diese Ergebnisse erreicht haben. Dieser methodische Ansatz stellt sicher, dass der Escape-Room nicht nur spannend, sondern auch auf die gewünschten Lernziele abgestimmt ist. Daran haben sich auch die Kolleginnen aus der SuUB orrientiert:

Bei der Erstellung gilt die Devise: Einfachheit ist der Schlüssel. Hierbei wird geraten sich im Zweifel für den klareren Weg zu entscheiden, um die Teilnehmenden nicht zu frustrieren.
Für die Konzeption geben Giulia Stella und Yvonne Voigt den Tipp, ausreichend Zeit für die Erstellung und die Testphase einzuplanen. Andernfalls würden schnell Ungereimtheiten aufkommen oder Aspekte aufgegriffen, die anschließend nie wieder auftauchen. Auch geben sie zu bedenken, dass gerade im Planungsstadium Austausch und Offenheit gegenüber neuen Ideen besonders wichtig sind. So können die besten Ideen entstehen.

Entwicklung der Rätsel

Bei der Entwicklung der einzelnen Rätsel gilt, was immer gilt: offen für alles sein. So habe ihnen eine Fortbildung zu Escape Rooms und Rätseltypen, ein kommerzieller Escape-Koffer sowie persönliches Interesse geholfen. So berichtete Giulia Stella, sie spiele Videospiele mit Escape- oder Rätsel-Komponenten, die sie bei der Entwicklung der Rätsel inspiriert hätten.

Um Spannung zu erhalten ist es wichtig, keine losen Enden bei den Rätseln zu lassen. Im Idealfall sollten alle Rätsel nicht nur die jeweiligen Lernziele erfüllen, sondern auch wieder aufgegriffen werden. So kann zum Beispiel die Lösung eines Rätsels als Teil der Lösung eines Endrätsels oder aber als benötigter Hinweis für das nächste Rätsel dienen. Wird ein Rätsel nicht wieder aufgegriffen, sind die Teilnehmenden schneller demotiviert. So berichteten auch Yvonne Voigt und Giulia Stella:


Einen Lösungsansatz für dieses Problem bieten die drei klassischen Rätsel-Strukturen nach Nicholson:

Die offene Rätselstruktur

Offene Rätselstruktur für Escape Rooms

Bei dieser Struktur werden zahlreiche eigenständige Rätsel im Raum platziert, die von den Spielenden gleichzeitig gelöst werden können. Jedes erfolgreich gelöste Rätsel liefert einen Teil zur Lösung des abschließenden Rätsels.

Ein Nachteil ist, dass der Schwierigkeitsgrad nicht kontinuierlich gesteigert werden kann, da die Reihenfolge, in der die Rätsel bearbeitet werden, nicht festgelegt ist.

Die sequentielle Rätselstruktur

sequentielle Rätselstruktur für Escape rooms

Die sequentielle Struktur hingegen führt die Spielenden Schritt für Schritt durch das Spiel. Sie beginnen mit einem Rätsel, dessen Lösung sie zum nächsten führt, und so weiter, bis sie schließlich das finale Rätsel erreichen. Diese Struktur eignet sich besonders gut für kürzere Escape Rooms.

Die pfadbasierte Rätselstruktur

pfadbasierte Rätselstruktur für Escape rooms

Die pfadbasierte Struktur besteht aus mehreren Sequenzen, bei denen jede gelöste Aufgabe einen wichtigen Beitrag zur Lösung des finalen Rätsels leistet. Nach der Lösung eines Teilrätsels gelangen die Spielenden entweder zum nächsten Master-Rätsel oder sie erreichen direkt das Ziel des Spiels. Diese Struktur eignet sich besonders für größere Teams, da die Spielenden in kleinen Gruppen parallel an den unterschiedlichen Pfaden arbeiten können.

Weitere Rahmenbedingungen

Zeitlicher Aspekt

Spieldauer

Die Dauer des Escape Rooms sollte bei der Planung immer im Hinterkopf behalten werden. In der SuUB Bremen war das Zeitfenster bereits durch die normale Schulungsdauer vorgegeben. Die zur Verfügung stehenden 90 Minuten sind auf 60 Minuten aktive Spielzeit und 30 Minuten Nachbereitung aufgeteilt. So ist es nicht dramatisch, wenn ein Team etwas länger für die Lösung der Rätsel benötigt und die schnelleren Teams haben im Anschluss noch Gelegenheit, das Gelernte umzusetzen. Aus der Literatur geht hervor, dass bibliothekarische Escape Rooms in der Regel für 45 bis 75 Minuten aktive Spielzeit konzipiert sind.


Ziel/Zielgruppe

Ausrichtung der Escape Rooms auf das Lernziel

Das Szenario ist für eine Einführungsveranstaltung für SchülerInnen und Studierende gedacht, berichteten die Kolleginnen aus der SuUB Bremen. So war ausschlaggebend:

„Uns war es wichtig, ein Konzept zu haben, das die allgemeine, alltägliche Nutzung darstellt. Das Recherchieren im Katalog, das Einloggen ins Bibliothekskonto, gegebenenfalls die Ausleihe und das finden eines Buches im Regal, also räumliche Orientierung. Weil das eben die Sachen sind, die faktisch passieren müssen, wenn die Leute bei uns in die Räume kommen. Und das war für uns eben das Wichtigste am ganzen Spiel, dass die Teilnehmenden am Ende mit einem realitätsbezogenen Mehrwert rausgehen.“

Thema/ Narrativ

Narrativ anpassen

Die Motivation, Escape Rooms zu gestalten oder daran teilzunehmen, wird nicht unbedingt durch die Realitätsnähe der Szenarien bestimmt. Vielmehr stehen der Erwerb und die Anwendung von Wissen und Fähigkeiten aus den jeweiligen Themenbereichen im Vordergrund. Oft überwiegt hierbei der Lern- und Erlebniswert eines Escape Rooms die tatsächliche Relevanz des gewählten Szenarios. Bei der Entwicklung eines Themas kann es hilfreich sein, aktuelle Trends zu berücksichtigen und diese kreativ einzubinden.

Es ist wichtig, ein Thema zu wählen, das sowohl die Interessen der Zielgruppe anspricht als auch die Ressourcen der Bibliothek sinnvoll einbindet. So kann ein fesselndes Narrativ Lernen und Unterhaltung miteinander verknüpfen. Dabei sollte eine durchgängige und stimmige Erzählung vorhanden sein, um die Teilnehmenden zu fesseln und ihnen ein umfassendes Abenteuer zu bieten.

Beispiel: besondere Ressourcen einbinden

Ein gelungenes Beispiel für ein Escape Game bietet das John Jay College of Criminal Justice. Das Murder-Mystery basiert auf einem historischen Mordfall, wodurch Prozessabschriften und weitere Materialien aus den Sondersammlungen der Bibliothek integriert werden. Viele Bibliotheksnutzende kennen diese besonderen Ressourcen nicht, sodass ein Narrativ wie dieses die Bekanntheit speziellerer Bestände erhöht.

Beispiel: Interesse der Zielgruppe ansprechen

Im Zentrum des Escape Games der SuUB Bremen steht eine Gruppe, die eine Hausarbeit geschrieben hat, deren Deadline ansteht. Jedoch hat eine Kommilitonin/Mitschülerin, vergessen diese abzugeben. Um die Hausarbeit doch noch rechtzeitig einreichen zu können, muss die Gruppe verschiedene Rätsel lösen. Dieses Szenario ist für alle Teilnehmenden gut nachvollziehbar und kann leicht an die Zielgruppe angepasst werden. So ist es bei einer SchülerInnengruppe eine Mitschülerin und bei einer Gruppe Studierender eine Kommilitonin.


Räumlichkeiten

Der Ort des Geschehens

Die Größe des Raums beeinflusst direkt die Größe der Gruppen, die daran teilnehmen können. Je größer der Raum, desto mehr Personen können problemlos zusammenarbeiten. Es ist jedoch wichtig, sicherzustellen, dass genügend Hinweise vorhanden sind, damit sich jeder Spieler aktiv einbringen kann. Andernfalls könnte es passieren, dass einige Team-Mitglieder lediglich zuschauen, während andere die gesamte Arbeit übernehmen. Beobachtungen haben gezeigt, dass Gruppen mit etwa sechs Personen gut überschaubar sind. Für eine noch effektivere Beteiligung aller kann es jedoch vorteilhaft sein, kleinere Teams von vier oder fünf Personen zu bilden, besonders für Teilnehmende, die sich in größeren Gruppen schnell überfordert fühlen.

Die flexiblere Alternative

Die Einrichtung eines Escape Rooms kann eine komplexe und zeitaufwändige Aufgabe sein, die oft die Gestaltung eines ganzen Raums mit aufwendigen Requisiten und versteckten Hinweisen erfordert. Eine einfachere Alternative sind „Breakout-Boxen“. Diese praktischen Hilfsmittel ermöglichen es, Escape-Room-ähnliche Aktivitäten direkt in eine Schulung zu integrieren, indem die Teilnehmenden eine verschlossene Kiste oder eine Reihe von Kisten öffnen müssen, anstatt einen Raum zu verlassen. Diese Boxen sind nicht nur kompakt und mobil, sondern auch ideal, um die Aktivität in kleineren Räumen durchzuführen.

Für diese Variante hat sich auch die SuUB Bremen entschieden. Hier werden bis zu 30 Teilnehmende in Gruppen von bis zu 6 Personen aufgeteilt. Jede dieser Gruppen bekommt eine Kiste mit individuellen Rätseln, die es zu lösen gilt. Am Ende kommen alle Gruppen mit ihren Ergebnissen zusammen und müssen gemeinsam den Code für die „Breakout-Box“ knacken. Auf diese Weise können auch Gruppen in Schulklassen-Größe an einer Escape-Room-Schulung teilnehmen.


Kostenfaktor

Mit Kreativität geht es auch kostengünstig

„Man muss sich am Anfang klar machen, was möchte ich, wie möchte ich, dass es am Ende aussieht. Und dann arbeitet man mit dem, was man hat.“

Auch ist Kreativität bei der Gestaltung der Materialien und Rätsel sehr wichtig. In einem Fall aus dem Entstehungsprozess der SuUB Bremen gab es Probleme mit den WhatsApp-Generatoren, die sehr hässliche Bilder von Chats generierten.

„Wir saßen in einem online Meeting und ich hatte auf meinem Handy einen Screenshot von einem WhatsApp-Chat gemacht, weil ich den irgendwie weiterschicken wollte. Und auf einmal saß ich da und dachte: Boah! (lacht)
Und winkte nur mit den Armen und schrieb über ein internes Chat-Tool: ich glaube, wir machen einfach einen Screenshot von unseren eigenen Chats!“

Zudem erzählen sie, dass gar nicht so viele Materialien zur Erstellung eines Escape Rooms gebraucht werden und dass der Austausch innerhalb des Hauses einen großen Teil dazu beigetragen habe. Einige Requisiten konnten aus der hausinternen Buchbinderei oder aus alltäglichen Gegenständen gefertigt werden. „Tatsächlich war das gar nicht so teuer außer Arbeitskraft. Also das ist das, was wir auch unterschätzt hatten“, erzählt die Kollegin aus der SuUB Bremen.


Hinweise

Das richtige Maß finden


„irgendwann, wenn man nicht weiter kommt, ist man auch einfach gefrustet. Und wir wollen eben, dass die Erfahrung positiv bleibt.“

Um diesem Frust vorzubeugen, ist es sinnvoll ein Hinweiskonzept einzuplanen, zum Beispiel in Form von Hinweiskarten. Dabei bekommt jede Gruppe eine festgelegte Anzahl an Karten, die sie bei Bedarf einsetzen können.

In der SuUB Bremen gibt es ein anderes Konzept zu Hinweisen. Hier können die Teilnehmenden jederzeit nach Hinweisen fragen, wobei die Schulenden zusätzlich proaktiv auf sie zu gehen und Hilfestellung zur Lösung der Rätsel geben. Die Kunst besteht bei diesem Konzept darin, abzuschätzen, wann Hilfe tatsächlich benötigt wird:

„Aber das auch mal wirklich aushalten zu können, 10 Minuten zu sitzen und nichts zu machen und nicht irgendwo eingreifen zu wollen. Selbst wenn du hörst, die sind vielleicht gerade auf dem Holzweg, aber oft kriegen sie dann doch irgendwie noch die Kurve. Das fällt uns tatsächlich auch echt schwer, dann da nicht alle 5 Minuten einzugreifen und zu sagen: „ist doch logisch, mach doch das hier.“ (lacht)“


Finalisieren/Umsetzen

Testen


Um einen Escape Room optimal vorzubereiten, ist es empfehlenswert, mehrere Übungs-Sitzungen mit unterschiedlichen Gruppen durchzuführen, die die Zielgruppe widerspiegeln. Diese Testläufe bieten wertvolle Einblicke, welche Bereiche für die Teilnehmenden zu schwierig oder zu einfach sind. So können gezielt Hinweise angepasst, zusätzliche Unterstützung geboten oder neue Hinweise eingefügt werden, um etwaige Lücken zu schließen oder Aspekte zu verbessern, die von den Teilnehmern übersehen wurden. Die Kolleginnen aus der SuUB erzählen, dass sie untereinander viel getestet haben:

Qualitätskontrolle

In einigen Escape Rooms wird direkt nach Abschluss eine Qualitätskontrolle durchgeführt. Diese soll meist mit Hilfe eines Fragebogens überprüfen, ob die Teilnehmer die Inhalte, die vermittelt werden, auch tatsächlich verstanden haben.

In der SuUB Bremen wurde diese Wissensabfrage zum Teil des Spiels. Dabei müssen die Teilnehmenden Multiple-Choice Fragen beantworten und mit Hilfe der Antworten eine Lösungszahl ermitteln. Diese Zahl ist Teil des abschließenden Master-Rätsels.


Zum Schluss haben wir ein Mini-Escape-Spiel vorbereitet und möchten Giulia Stella und Yvonne Voigt die Gelegenheit geben, selbst auf die folgende Frage zu antworten:

Was würdet ihr KollegInnen mitgeben, die an anderen Bibliotheken auch einen Escaperoom etablieren wollen?





Referenzen

Claunch, Kristina; Dahman, Sofiya; Katembe, Margaret; Ussery, Fawn (2023): Creating an Academic Library Escape Room: an Outreach and Assessment Experience. In: Journal Library Outreach and Engagement Jg. 3, S. 136–153. Online unter: https://doi.org/10.21900/j.jloe.v3.1161

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Gilles, Kelly; Sullivan, Brian (2023): Putting the Puzzle Together. Creating a Library Orientation Escape Room for University Freshmen. In: Practical Academic Librarianship. Jg. 13, Nr. 1, S. 3-26. Online unter: https://pal-ojs-tamu.tdl.org/pal/article/view/7164 Abruf am: 08.10.2024

Koelling, Glenn; Russo, Alyssa (2020): The Mystery Room: discovering the flexibility of an information literacy-based educational escape room. In: Public Services Quarterly, Jg. 16, H. 1, S. 1–11. Online unter https://doi.org/10.1080/15228959.2019.1666779 Abruf am: 11.10.24

Nicholson, Scott (2015): Peeking Behind the Locked Door: A Survey of Escape Room Facilities. Online unter http://scottnicholson.com/pubs/erfacwhite.pdf [Abruf am: 13.01.2023.]

Pun, Raymond (2017): Hacking the Research Library. Wikipedia, Trump, and Information Literacy in the Escape Room at Fresno State. In: The Library quarterly (Chicago), Jg. 87, H. 4, S. 330–336. Online unter https://doi.org/10.1086/693489 Abruf am: 11.10.24

Robrecht, Michèle (2023): Online Escape Game zur Förderung der Informationskompetenz bei Studierenden der Ingenieurwissenschaften. In: o-bib. Das offene Bibliotheksjournal, Jg. 10, Nr.1, S.1-18. Online unter https://doi.org/10.5282/o-bib/5914

Taraldsen, Lene Hayden; Haara, Frode Olav; Lysne, Mari Skjerdal; Jensen, Pernille Reitan; Jenssen, Eirik S. (2022): A review on use of escape rooms in education – touching the void. In: Education Inquiry. Jg. 13, Nr. 2, S. 169–184. Online unter https://doi.org/10.1080/20004508.2020.1860284

Veach, Claire Calderwood (2019): Breaking out to break through. re-imagining first-year orientations. In: Reference Services Review, Jg. 47, H. 4, S. 556–569. Online unter https://doi.org/10.1108/RSR-06-2019-0039

Wise, Hannah; Lowe, Julie; Hill, Adam u.a. (2018): Escape the welcome cliché. Designingeducational escape rooms to enhance students‘ learning experience. In: Journal of Information Literacy, Jg. 12, Nr. 1, S. 86-96. Online unter https://doi.org/10.11645/12.1.2394

[done] KI in der Hochschulbildung

Autor: Simion Twizerimana

Matrikelnummer: 1757964

Hiermit erkläre ich, dass ich einer Veröffentlichung meines Beitrags im WebLab zustimme

In einer Welt, in der Künstliche Intelligenz immer mehr Aufgaben übernimmt, bleibt die Fragen: Verdienen wir Abschlüsse, wenn KI die Arbeit erledigt? & Welche Rolle spielt noch die Hochschulbildung?

  1. Einleitung
  2. Die aktuelle Situation
  3. Die Folgen für das Studium
  4. Wie können Hochschulen reagieren?
  5. Fazit
  6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Mal ehrlich, wie viele von uns haben bei der letzten Hausarbeit oder Prüfung nicht schon mal heimlich ChatGPT oder andere KI-Tools benutzt? Es ist so einfach: Frag die KI, lass sie dir was raushauen, und zack – fertig. Aber das wirft eine ziemlich große Frage auf: Wenn wir uns jetzt schon so sehr auf KI verlassen, wie fit sind wir dann wirklich für die Arbeitswelt nach dem Studium?

In diesem Beitrag geht’s genau darum: Wie verändert KI unsere Hochschulbildung und unsere Zukunft als Absolvent:innen? Werden wir noch die Skills haben, die wir wirklich brauchen, oder macht uns die KI ein bisschen zu bequem?

Eigene Darstellung, basierend auf erhobenen Daten zu beliebten Tools und ihrer Nutzung (2024)

2. Die aktuelle Situation der KI in der Hochschulbildung

Die Nutzung von KI-Tools hat in der Hochschulbildung einen festen Platz eingenommen. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass über 63 % der Studierenden in Deutschland KI-Tools wie ChatGPT mindestens einmal während ihres Studiums verwendet haben. Besonders auffällig: 25 % setzen diese Tools regelmäßig oder sehr häufig ein. Dies verdeutlicht, wie stark KI in der Hochschulbildung bereits den Alltag an Universitäten und Hochschulen prägt.

Beliebte Tools und ihre Nutzung:

  • ChatGPT: Fast die Hälfte der Studierenden (49 %) setzt auf ChatGPT, vor allem für Ideenfindung, das Verfassen von Hausarbeiten und die Bearbeitung komplexer Themen.
  • DeepL: Etwa 12 % nutzen dieses Tool für präzise Übersetzungen und das Verständnis fremdsprachiger Literatur.
  • Grammarly: Dieses Tool wird zur Optimierung der Grammatik und Sprache von Texten genutzt und ist besonders beliebt für formale Aufgaben.

Die Einsatzbereiche dieser Tools sind vielfältig: Sie reichen von der Ideenfindung über Datenanalysen bis hin zur Verbesserung von Texten und Übersetzungen. Diese Tools bieten klare Vorteile, indem sie Routineaufgaben vereinfachen und Studierenden helfen, Zeit zu sparen – ein weiterer Beleg für die zunehmende Rolle von KI in der Hochschulbildung.

KI und Bildung: Einblicke in die Zukunft

Erfahren Sie, wie KI unser Lernen revolutioniert und Bildung neu definiert! Sehen Sie sich das spannende Video von ZDFheute an:

3. Die Folgen der KI in der Hochschulbildung für das Studium

Der verstärkte Einsatz von KI im Studium wirft eine wichtige Frage auf: Verlieren Studierende grundlegende Schlüsselkompetenzen, wenn immer mehr Aufgaben automatisiert erledigt werden? Wenn KI zunehmend die Ideenfindung und Problemlösung übernimmt, könnte es zu einem Rückgang des kritischen Denkens, der Selbstständigkeit und der Fähigkeit zum tiefen Lernen kommen. Doch was passiert, wenn Studierende sich zu sehr auf KI in der Hochschulbildung verlassen und die Herausforderung verlieren, selbst komplexe Problemlösungsprozesse zu durchlaufen?

Ein weiteres Risiko besteht darin, dass Studierende ihre Denkprozesse und Entscheidungsfindung immer stärker KI-Systemen überlassen. Diese Abhängigkeit könnte langfristig die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung beeinträchtigen, da das Vertrauen in KI dazu führen könnte, dass eigenes analytisches Denken und Lernprozesse in den Hintergrund treten.

Stell dir vor, ein Python-Programmierer kann ohne KI nicht mal die einfachsten Codezeilen schreiben, oder ein Webentwickler ist nicht in der Lage, eine eigene Portfolio-Seite zu erstellen, ohne auf KI zurückzugreifen. Studien zeigen, dass Studierende oft mit hohen Noten durch Kurse kommen, ohne wirklich das tiefere Verständnis des Lernstoffs zu erlangen. Dies wirft eine wichtige Frage auf: Studieren wir wirklich, um Fähigkeiten zu erlernen, die uns in der Arbeitswelt voranbringen? Oder geht es uns am Ende nur darum, den Abschluss zu bekommen, ohne die nötigen praktischen Kompetenzen zu besitzen?

Aber: Kann KI in der Hochschulbildung uns auch produktiver machen?

Der gezielte Einsatz von KI-Tools kann Studierenden helfen, ihre Produktivität zu steigern und gleichzeitig ihre Lernprozesse zu optimieren. Studien zeigen, dass KI insbesondere bei der Recherche und Strukturierung von Lernmaterialien hilfreich sein kann. So ermöglicht etwa ChatGPT eine effiziente Ideensammlung und hilft, komplexe Themen in einfachere Abschnitte zu unterteilen. Das spart nicht nur Zeit, sondern fördert auch das Verständnis und die Retention von Wissen.

Darüber hinaus bieten Übersetzungs-Tools wie DeepL eine schnelle und präzise Möglichkeit, mehrsprachige Quellen zu nutzen, ohne die Qualität der Informationen zu verlieren. Das hilft Studierenden, einen breiteren Zugang zu wissenschaftlichen Arbeiten und Fachliteratur zu erhalten. Grammarly wiederum kann als Rechtschreib- und Grammatikhilfe nicht nur die sprachliche Qualität von Hausarbeiten verbessern, sondern auch Studierenden helfen, sich klarer und präziser auszudrücken.

Eine Studie von JISC und EAB zeigt, dass die Integration von KI-Tools in den Lernalltag zu einer besseren Zeitnutzung führt, da Studierende weniger Zeit mit administrativen oder repetitiven Aufgaben verbringen und sich stärker auf kreative und analytische Aufgaben konzentrieren können. So bietet KI in der Hochschulbildung nicht nur eine Entlastung, sondern fördert auch die Konzentration auf wesentliche Lerninhalte.

Insgesamt lässt sich sagen, dass KI in der Hochschulbildung  das Potenzial hat, Studierenden zu mehr Effizienz und Produktivität zu verhelfen – vorausgesetzt, sie wird verantwortungsvoll und gezielt eingesetzt. Die entscheidende Frage ist: Wie finden wir eine Balance zwischen der Nutzung von KI zur Steigerung der Produktivität und der Förderung eigener Kompetenzen, um sicherzustellen, dass wir nicht nur Abhängigkeiten schaffen, sondern auch Fähigkeiten aufbauen, die uns langfristig weiterbringen?

4. Wie können Hochschulen auf die Integration von KI in der Hochschulbildung reagieren?

Eine der zentralen Herausforderungen für Hochschulen im Umgang mit der zunehmenden Nutzung von KI durch Studierende liegt darin, sowohl Chancen als auch Risiken dieser Technologien zu erkennen und darauf gezielt zu reagieren. Um KI verantwortungsvoll in der Hochschulbildung zu integrieren, könnten Universitäten neue Ansätze entwickeln, die sowohl die Fähigkeiten der Studierenden als auch die Anforderungen des modernen Arbeitsmarktes berücksichtigen.

“AI in Schools: Cheater or Tutor?” von Paul Matthews, präsentiert bei TEDxHobart

Vorschläge zur Anpassung

Ein erster Schritt könnte die Einführung von KI-Literacy-Workshops sein, in denen Studierende lernen, wie sie KI-Tools wie ChatGPT effektiv und kritisch nutzen können. Diese Workshops sollten darauf abzielen, die Funktionsweise, Grenzen und Risiken solcher Technologien zu verdeutlichen, damit Studierende fundierte Entscheidungen treffen können. Darüber hinaus könnten KI-Projekte fest in die Curricula integriert werden, um den Studierenden praktische Fähigkeiten zu vermitteln, wie zum Beispiel das Programmieren von KI-Anwendungen oder die Nutzung von KI in der Datenanalyse.

Auch die Lehrenden könnten stärker unterstützt werden. KI-gestützte Lehrmethoden könnten helfen, repetitive Aufgaben wie das Korrigieren von Hausarbeiten zu automatisieren, während mehr Zeit für direkte Interaktion mit den Studierenden bleibt. Interaktive Lernplattformen, die auf KI basieren, könnten zudem eingesetzt werden, um individuelle Lernwege zu fördern.

Anpassungen in der Hochschulpolitik zur Förderung von KI in der Hochschulbildung

Ein weiterer wichtiger Ansatzpunkt ist die Anpassung der Richtlinien zur Nutzung von KI in der Hochschulbildung. Universitäten sollten klare Leitlinien entwickeln, die festlegen, in welchen Kontexten KI-Tools erlaubt sind und wann deren Nutzung als Verstoß gegen akademische Integrität gilt. Gleichzeitig könnte von den Studierenden verlangt werden, die Nutzung von KI in ihren Arbeiten transparent offenzulegen.

Um dem Risiko von Plagiaten entgegenzuwirken, könnten neue Tools eingeführt werden, die KI-generierte Inhalte identifizieren können. Für Programmieraufgaben könnten spezielle Analyseprogramme eingesetzt werden, die zeigen, wann und wie Tools wie GitHub Copilot oder ChatGPT verwendet wurden. Dies würde nicht nur den Missbrauch von KI eindämmen, sondern auch eine gezielte Nachverfolgung der Lernfortschritte ermöglichen.

Neue Prüfungsformen

Schließlich sollten auch die Prüfungsformate überdacht werden. Praktische Prüfungen, die persönliche und praxisnahe Fähigkeiten betonen, könnten sicherstellen, dass Studierende den Stoff wirklich beherrschen. Gleichzeitig könnten offene Aufgabenstellungen, bei denen der Einsatz von KI erlaubt ist, die Reflexionsfähigkeit fördern. Studierende könnten aufgefordert werden, detailliert zu dokumentieren, wie sie KI eingesetzt haben und warum sie diese Ansätze gewählt haben.

Durch diese Maßnahmen könnten Hochschulen eine Balance zwischen der Nutzung von KI in der Hochschulbildung und der Förderung eigenständiger Kompetenzen schaffen, sodass Studierende bestmöglich auf eine zunehmend digitalisierte Arbeitswelt vorbereitet werden.

5. Fazit: KI in der Hochschulbildung zeigt, dass Abschlüsse allein nicht mehr ausreichen – die Art und Weise, wie wir lernen, muss sich anpassen.

Die zunehmende Integration von KI in Bildungsprozesse stellt uns vor die Herausforderung, unser Verständnis von Lernen neu zu definieren. Während KI das Potenzial hat, Studierende produktiver und effizienter zu machen, darf dies nicht auf Kosten grundlegender Kompetenzen wie kritischem Denken, Kreativität und Selbstständigkeit geschehen.

Ein reiner Fokus auf Abschlüsse ohne die dahinterliegenden Fähigkeiten ist in einer sich schnell wandelnden Arbeitswelt nicht mehr ausreichend. ielmehr müssen sowohl Studierende als auch Hochschulen den bewussten und reflektierten Einsatz von KI in der Hochschulbildung im Lernalltag integrieren. Hochschulen tragen dabei eine besondere Verantwortung, die Studierenden nicht nur mit theoretischem Wissen, sondern auch mit den praktischen Werkzeugen auszustatten, um in einer KI-getriebenen Welt erfolgreich zu sein.

Abschließend bleibt zu sagen: Lernen bedeutet mehr als nur Wissen anzusammeln – es geht darum, dieses Wissen aktiv anwenden zu können. Nur durch eine bewusste Kombination von Technologie und menschlichen Fähigkeiten kann eine zukunftsfähige Bildung gewährleistet werden.

Was denkt ihr über die Nutzung von KI in der Hochschulbildung? Teile gerne eure Meinung in den Kommentaren! 🚀

Ach ja, btw: KI hat bei der Erstellung dieses Beitrags mitgeholfen. ☺️

Weiterführende Informationen gibt es hier:

Literaturverzeichnis