Warum Lesen auch im digitalen Zeitalter wichtig bleibt

Jeder Mensch kennt es. Egal ob zu Hause, in der Schule, auf der Arbeit oder im Alltag: WhatsApp-Nachrichten, Likes, Kommentare und Direktnachrichten von Instagram, TikTok und Co. tauchen als Pop-up- oder Erinnerungsbenachrichtigungen auf dem Smartphone auf. Man ist ständig und überall erreichbar. Dies ist ein Spiegel dafür, wie schnell sich die Technik in den letzten zwei Jahrzehnten weiterentwickelt hat.

Man könnte fast behaupten man braucht keine analogen Medien mehr. Aber auch nur fast. Ein überraschender Trend setzt sich dennoch immer wieder durch und hat eine neue Beliebtheit erreicht. Egal wie viele Neuerungen auf den Markt kommen – die Menschen lesen weiterhin viel und gerne.

Warum ist Lesen also heute noch relevant? Dieser Artikel gibt einen Einblick darüber, wieso das Lesen immer noch viele Menschen begeistert und wie sie einen im Alltag, ganz ohne digitale Ablenkung, unterstützt.

Lesen fördert Wissen und Sprache

Hier sind einige interessante Einblicke darüber, was Lesen bei einem Menschen bewirken kann:

Lesen trägt dazu bei, dass der Wortschatz stetig erweitert und Wissen ausgebaut wird. Das Gehirn wird dabei trainiert, ohne dass es sich wie klassisches Lernen anfühlt. Außerdem fördert Lesen die Konzentration, wodurch man lernt, länger an einem Text dranzubleiben, Inhalte besser zu verstehen und auch die eigene sprachliche Ausdrucksweise positiv zu beeinflussen.

Auch das Erinnerungsvermögen kann durch Lesen gestärkt werden. Studien haben gezeigt, dass sich Menschen Inhalte auf gedrucktem Papier teilweise leichter merken können als bei digitalen Hilfsmitteln, wie beispielsweise dem Lesen einer PDF-Datei auf einem Tablet.

Damit nicht genug: Regelmäßiges Lesen kann außerdem dazu beitragen, den geistigen Abbau im Alter zu verlangsamen. Eine amerikanische Studie kam zudem zu dem Ergebnis, dass Menschen, die regelmäßig Bücher lesen, im Durchschnitt länger leben als Menschen, die nicht lesen. Lesen ist also nicht nur eine unterhaltsame Beschäftigung, sondern kann auch viele positive Auswirkungen auf Körper und Geist haben.

Lesen als Ausgleich zum digitalen Alltag

Vor allem im Hinblick auf das vorangegangene Thema unterschätzen viele Menschen, was das Lesen von Büchern tatsächlich bewirken kann. Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass Erfahrungen aus der Schulzeit dazu geführt haben, dass das Lesen von Büchern häufig mit Zwang oder Pflicht assoziiert wird. Zusätzlich haben viele der behandelten Bücher und Themen nicht unbedingt die Interessen der Schüler*innen abgedeckt.

Dabei kann gerade in einer schnelllebigen Gesellschaft der Fokus auf das Wesentliche schnell verloren gehen. Lesen bietet die Möglichkeit, bewusst eine Pause einzulegen: Egal ob während der Mittagspause oder wenn man nach einem langen Tag in der Schule, Universität oder auf der Arbeit nach Hause kommt. Lesen kann dabei helfen, abzuschalten und zur Ruhe zu kommen, da man sich nur auf eine Sache konzentrieren muss.

Besonders hilfreich ist dies in einer Zeit, in der viele Menschen einer ständigen Reizüberflutung und Stress ausgesetzt sind. Der bewusste Verzicht auf digitale Inhalte wie Serien oder soziale Medien schafft eine Pause vom Smartphone und dem Druck der ständigen Erreichbarkeit.

Lesen als Inspiration und Bereicherung im Alltag

Lesen kann eine Möglichkeit sein, seinen eigenen Horizont zu erweitern und sich neuen Perspektiven zu öffnen. Geschichten kennenzulernen hilft dabei, sich selbst und andere Mitmenschen besser zu verstehen. Es entsteht Empathie, die sich weiterentwickelt, da Bücher verschiedene Einblicke und Perspektiven aus unterschiedlichen Lebensumständen und Emotionen der Charaktere ermöglichen. Zusätzlich wird die Vorstellungskraft gefördert. Der Mensch wird dazu angeregt, mithilfe seiner Fantasie und Kreativität die Geschichte bildlich vor dem inneren Auge ablaufen zu lassen.

Vielen Menschen fällt es jedoch aus unterschiedlichen Gründen schwer, nach einem Buch zu greifen. Hier sind kurze Tipps, wie man wieder mehr lesen kann:

Es kann hilfreich sein, sich feste Lesezeiten einzuplanen und in eine Alltagsroutine zu integrieren, beispielsweise vor dem Zubettgehen. Ähnlich wie eine Schlafroutine ist eine feste Lesezeit eine gute Möglichkeit, Lesen in den Alltag einfließen zu lassen und entspannte Lesestunden zu genießen. Das Setzen von kurzen Lesezielen, wie z. B. ein bis zwei Kapitel oder zehn Seiten am Abend, ist ebenfalls eine sinnvolle Maßnahme und macht zudem viel Spaß, indem man sich eine Challenge setzt.

Um sich mehr Lesemomente zu schaffen, ist es sinnvoll, vorab ein Genre auszuwählen, das wirklich das Interesse weckt. Heutzutage gibt es viele Möglichkeiten, nach Inspiration zu suchen. Über Social Media ergeben sich viele Möglichkeiten, da sich hier über die Jahre viele Lesecommunitys entwickelt haben. TikTok (#BookTokDeutsch) und Instagram (#Bookstagram) sind gute Plattformen, um schnelle Empfehlungen zu bekommen, Trends und neue Bücher zu entdecken. Außerdem findet man dort viele Rezensionen, Leselisten und Buchfotos/-videos.

Eine weitere Empfehlung ist die Internetseite „Goodreads“. Hier können Leser*innen Bewertungen schreiben, Listen anlegen und automatische Empfehlungen erhalten. Wer längere Videoformate bevorzugt, kann auf YouTube fündig werden. Die Community nennt sich „BookTube“ und bietet Videos mit ausführlichen Buchvorstellungen, Empfehlungen und Rezensionen. Weitere Inspirationen bieten Bestsellerlisten und Literaturpreise sowie die Webseiten von Verlagen und Buchhandlungen.

Aber auch Bibliotheken (Empfehlungen, Lesekreise, Veranstaltungen), unabhängige Buchhandlungen (persönliche Geheimtipps), Lesekreise/Buchclubs (gemeinsam neue Bücher entdecken), Flohmärkte & Antiquariate (überraschende Funde) und Buchmessen (Trends und neue Autorinnen kennenlernen) geben viel Raum für Inspiration und Austausch.

Fazit

Lesen bereichert also den Alltag, erweitert den Horizont und es gibt viele Möglichkeiten, wieder einen Zugang zum Lesen zu finden.

Artgerechte Katzenernährung

Katze frisst aus einem Futternapf
Katze isst aus einem Napf mit der Aufschrift „Food“

Mythen und Fakten: Was Katzen wirklich brauchen

Wer eine Katze besitzt, möchte natürlich nur das Beste für seinen Vierbeiner. Doch gerade beim Thema Ernährung kursieren viele widersprüchliche Informationen. Sollte eine Katze ausschließlich Nassfutter bekommen? Ist Trockenfutter ungesund? Und brauchen Katzen tatsächlich Milch? In diesem Artikel werden die häufigsten Mythen rund um die Katzenernährung erklärt und mit Fakten ergänzt.

Warum die richtige Ernährung so wichtig ist

Katzen unterscheiden sich deutlich von Hunden oder Menschen. Sie sind sogenannte Fleischfresser und benötigen bestimmte Nährstoffe, die hauptsächlich in tierischen Produkten enthalten sind. Dazu gehören unter anderem hochwertiges Eiweiß, Taurin sowie verschiedene Vitamine und Fettsäuren.

Eine ausgewogene Ernährung unterstützt das Immunsystem, sorgt für ein gesundes Fell und kann dazu beitragen, Krankheiten vorzubeugen. Gleichzeitig kann eine falsche Fütterung langfristig zu Übergewicht, Verdauungsproblemen oder Mangelerscheinungen führen.

🐈‍⬛Mythos 1: Katzen brauchen Milch

Dieser Mythos gehört wahrscheinlich zu den bekanntesten überhaupt. Viele Menschen verbinden Katzen automatisch mit einer Schale Milch. Tatsächlich vertragen jedoch viele erwachsene Katzen Milch gar nicht besonders gut.

Der Grund dafür ist, dass viele Katzen nach dem Absetzen von der Mutter weniger Laktase produzieren. Dieses Enzym wird benötigt, um Milchzucker zu verdauen. Fehlt es, können Bauchschmerzen auftreten.

Fakt: Frisches Wasser ist für Katzen deutlich wichtiger als Milch. Wer seiner Katze gelegentlich etwas Besonderes anbieten möchte, kann spezielle Katzenmilch verwenden, die weniger Laktose enthält.

🐈‍⬛Mythos 2: Trockenfutter ist grundsätzlich schlecht

Immer wieder wird behauptet, Trockenfutter sei grundsätzlich ungeeignet für Katzen. Ganz so einfach ist es jedoch nicht.

Trockenfutter enthält deutlich weniger Feuchtigkeit als Nassfutter. Da viele Katzen ohnehin wenig trinken, kann dies langfristig problematisch sein. Gleichzeitig gibt es hochwertige Trockenfuttersorten mit einer ausgewogenen Nährstoffzusammensetzung

Fakt: Trockenfutter ist nicht automatisch schlecht. Wichtig sind hochwertige Zutaten, ein hoher Fleischanteil und ausreichend Wasseraufnahme. Viele Tierärzte empfehlen eine Kombination aus Nass- und Trockenfutter.

🐈‍⬛Mythos 3: Getreide macht Katzen krank

Getreide wird häufig als schädlicher Bestandteil von Katzenfutter dargestellt. Tatsächlich benötigen Katzen Getreide nicht zwingend, da sie ihren Energiebedarf hauptsächlich über tierische Proteine decken.

Allerdings bedeutet ein geringer Getreideanteil nicht automatisch, dass ein Futter schlecht ist. Entscheidend ist vielmehr die gesamte Zusammensetzung. Katzen benötigen eine ausgewogene Ernährung mit allen wichtigen Nährstoffen. Die Bezeichnung „getreidefrei“ allein ist somit kein ausreichendes Qualitätsmerkmal. Stattdessen sollten Katzenhalter die Zutatenliste und die Nährstoffzusammensetzung genauer betrachten.

Fakt: Ein hoher Fleischanteil und eine ausgewogene Rezeptur sind wichtiger als die Frage, ob Getreide enthalten ist oder nicht.

🐈‍⬛Mythos 4: Katzen regulieren ihr Gewicht von selbst

Viele Katzenhalter gehen davon aus, dass Katzen nur so viel fressen, wie sie tatsächlich benötigen. Bei Wohnungskatzen trifft das jedoch häufig nicht zu. Gerade bei den Wohnungskatzen spielt die tägliche Bewegung eine wichtige Rolle. Während Freigänger häufig mehr Möglichkeiten haben, sich zu bewegen, sind Wohnungskatzen in der Wohnung auf begrenzten Platz angewiesen. Regelmäßiges Spielen können deshalb dabei helfen, das Körpergewicht zu kontrollieren.

Leckerlis, zu große Portionen oder Bewegungsmangel können schnell zu Übergewicht führen. Dieses erhöht wiederum das Risiko für DIabetes, Gelenkprobleme oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Fakt: Das Körpergewicht sollte regelmäßig kontrolliert und die Futtermenge an Alter, Aktivität und Gesundheitszustand angepasst werden.

🐈‍⬛Mythos 5: Rohes Fleisch ist immer die beste Ernährung

Das sogenannte BARF (Biologisch Artgerechtes Rohes Futter) wird von einigen Katzenhaltern bevorzugt. Ziel ist es, die natürliche Ernährung einer Wildkatze nachzuahmen.

Grundsätzlich kann BARF funktionieren, allerdings nur bei sorgfältiger Planung. Werden wichtige Nährstoffe wie Taurin, Kalzium oder Vitamine nicht ausreichend ergänzt, kann es zu gesundheitliche Problemen kommen. Außerdem besteht bei rohem Fleisch immer ein Risiko für Keime oder Parasiten.

Fakt: BARF ist keine falsche Ernährungsform, sollte jedoch gut geplant werden. Wer sich dafür entscheidet, sollte sich vorher umfassend informieren oder eine Ernährungsberatung in Anspruch nehmen.

🍽️Gutes Katzenfutter

Woran erkennt man gutes Katzenfutter?

Die Auswahl im Supermarkt oder Fachhandel ist groß. Ein Blick auf die Zutatenliste hilft häufig weiter.

Gutes Katzenfutter zeichnet sich unter anderem durch folgende Merkmale aus:

  • hoher Anteil an tierischen Bestandteilen
  • ausreichend Taurin
  • transparente Deklaration der Zutaten
  • möglichst wenig Zuckerzusätze
  • ausgewogene Vitamin- und Mineralstoffversorgung

Der Preis allein sagt dabei wenig über die Qualität aus. Auch günstigere Produkte können ausgewogen sein, während teure Marken nicht automatisch besser sind.

Wann ist eine Ernährungsberatung sinnvoll?

Nicht jede Katze hat die gleichen Bedürfnisse. Alter, Aktivitätsniveau oder Erkrankungen beeinflussen den Nährstoffbedarf erheblich.

Eine professionelle Ernährungsberatung kann beispielsweise sinnvoll sein bei:

  • Übergewicht
  • Allergien oder Unverträglichkeiten
  • Nierenerkrankungen
  • Diabetes
  • Umstellung auf BARF
  • Futterverweigerung

Gemeinsam mit Tierärzten oder speziell ausgebildeten Tierernährungsberatern lässt sich ein individueller Fütterungsplan erstellen.

Fazit

Rund um die Katzenernährung halten sich viele Mythen hartnäckig. Nicht alles, was häufig behauptet wird, entspricht jedoch den aktuellen Erkenntnissen. Entscheidend ist eine ausgewogene Ernährung mit hochwertigen Zutaten, die auf die Bedürfnisse der jeweiligen Katze abgestimmt ist.

Wer sich unsicher ist oder gesundheitliche Veränderungen bei seiner Katze bemerkt, sollte sich an einen Tierarzt oder eine qualifizierte Ernährungsberatung wenden. So lässt sich sicherstellen, dass der Stubentiger optimal versorgt wird und möglichst lange gesund bleibt.

Quellen

  • Quelle Mythos Milch:
    Royal Canin Academy (o.J.): Häufige Fragen und Antworten zur Ernährung der Katze. https://academy.royalcanin.com/de/veterinary/faqs-about-cat-nutrition
    Cornell University College of Veterinary Medicine (2026): Feeding your cat. https://www.vet.cornell.edu/departments-centers-and-institutes/cornell-feline-health-center/health-information/feline-health-topics/feeding-your-cat
  • Quelle Mythos Trockenfutter:
    Cornell University College of Veterinary Medicine (2026): Feeding your cat. https://www.vet.cornell.edu/departments-centers-and-institutes/cornell-feline-health-center/health-information/feline-health-topics/feeding-your-cat
  • Quelle Mythos Getreide:
    Stiftung Warentest (2024): Fragen rund um Katzenfutter: Alles paletti im Napf? Tipps für Katzenfutter. https://www.test.de/FAQ-Katzenfutter-Was-Mieze-gut-tut-und-was-nicht-5172058-0/
  • Quelle Mythos Gewicht:
    Cornell University College of Veterinary Medicine (2024): How often should you feed your cat? https://www.vet.cornell.edu/departments/cornell-feline-health-center/health-information/feline-health-topics/how-often-should-you-feed-your-cat
  • Quelle Mythos Barf:
    Cornell University College of Veterinary Medicine (2026): Feeding your cat. https://www.vet.cornell.edu/departments-centers-and-institutes/cornell-feline-health-center/health-information/feline-health-topics/feeding-your-cat

Bildquelle:
sweetlouise (2018): Cat, feline, bowl for animals [Foto]. Pixabay. https://pixabay.com/photos/cat-feline-bowl-for-animals-pet-3474821/

Michaela Tegethoff, August 2026

Mastodon: ein Zuhause für alle!

Logo der Plattform "Mastodon"
Logo der Plattform "Mastodon"


Du brauchst eine Auszeit
von Social Media,
wo nur Reichweite zählt
und Trends kopiert werden?
Dann probiere jetzt Mastodon aus!

Hier liegt der Fokus auf Transparenz, respektvollem Umgang miteinander und Gemeinschaft.

Was ist Mastodon und was macht es besonders?

Mastodon ist Teil des Fediverse. Optisch ähnelt es dem Kurznachrichtendienst „X“. Für mich fühlt es sich im Vergleich dazu viel lebendiger an, denn hier sind weniger Bots unterwegs.
Mastodon ist open source, das bedeutet, dass du in den Code hineinschauen kannst. Es ist dezentral organisiert und wird nicht von Großkonzernen gesteuert. Es besteht aus einer bunten Menge von selbst-gehosteten Servern, den sogenannten Instanzen.
Das Beste: du kannst dir daraus die Instanz aussuchen, die am besten zu dir passt!
Ich als Person aus der Bibliothekswelt, habe mich beispielsweise bei openbiblio.social registriert, aber davon abgesehen gibt es noch viele weitere Gruppen zu entdecken. Von Technik, zu Gaming und kreativen Hobbys ist alles dabei!
Du kannst die Instanz easy wechseln und auf eine andere Instanz umziehen, wo du dich wohler fühlst! Du hast die Möglichkeit, deine eigene Instanz zu hosten und deine eigenen Regeln aufzustellen.

Die Community-Regeln, sollten von allen eingehalten werden. Es sind beispielsweise keine Hassrede oder Mobbing erlaubt und die sogenannte Netiquette ist einzuhalten. Das bedeutet, dass man höflich mit anderen kommunizieren soll. Wenn sich alle an die Regeln halten, kann Mastodon als Safespace erhalten werden.

Mastodon ist ein soziales Netzwerk ohne Algorithmus, das aus mehreren einzelnen Gruppen (Instanzen) besteht. Alle können sich registrieren und sich die Instanz selbst aussuchen!

Startseite der Plattform "Mastodon" auf der Instanz openbiblio.social
Startseite von openbiblio.social

Vorteile von Mastodon gegenüber anderen sozialen Netzwerken

  • keine Algorithmen, die Inhalte vorsortieren
  • die Inhalte werden in chronologischer Reihenfolge angezeigt
  • keine Werbung, keine Empfehlungen
  • echte Menschen erstellen echte Inhalte
  • Interessensgruppen finden und Communities beitreten

Was ist das Fediverse?

Fediverse setzt sich zusammen aus „federated“ und „universe“. Das heißt viele einzelne Services bilden das Fediverse-Netzwerk. Damit stellt das Fediverse einen Gegenentwurf beispielsweise zu Google oder dem Meta-Konzern dar.
Zu den einzelnen Services zählen beispielsweise der Cloudservice Nextcloud und die Video-Plattform Peer Tube. Alle Services benutzen das gleiche Protokoll zum Datenaustausch, das ActivityHub. Das ist ähnlich wie bei E-Mails. Egal welche Domain man hat, also zum Beispiel @gmail.com, @webmail.de usw., kann man Mails versenden und empfangen.

Der Clou: mit einem Mastodon-Konto kannst du mit jedem Service, der Teil des Fediverses ist, interagieren! Also Beiträge auf Pixelfed kommentieren, liken und vieles mehr!

Um einen Service anzubieten werden Server benötigt, deren Miete oder Betrieb Kosten verursachen. Doch da sich die Hosts oftmals durch Mitgliedsbeiträge oder Spenden finanzieren, sind die angebotenen Dienste oft kostenfrei nutzbar.

Das Fediverse ist ein Zusammenschluss mehrerer Dienste und Plattformen. Diese kommunizieren über das ActivityHub-Protokoll miteinander.
Die Nutzung ist in den meisten Fällen kostenfrei.

Wie und wo kann ich anfangen?

Einfach loslegen! Du kannst nichts falsch machen.
Du kannst dir unter joinmastodon.org einen Überblick über vorhandene Server verschaffen und gleich ein Konto erstellen, beziehungsweise anfragen, ob du dich registrieren darfst.

  1. Vervollständige dein Profil

    Damit Personen etwas über dich erfahren, fülle deine Bio aus
    und stelle ein Profilbild ein.

  2. Finde Personen, die du kennst

    Die Suchfunktion hilft dir dabei Personen oder Institutionen zu finden, denen du folgen kannst.

  3. Schreibe deinen ersten Tröt!

    Schreibe einen kurzen Text über dich, oder was dich so bewegt.
    Wichtig: nutze hier unbedingt den #neuhier Tag, damit alle wissen, dass du jetzt da bist und damit sie dich begrüßen können!

  4. Auf dem Laufenden bleiben

    Nun kannst du regelmäßig deinen Feed durchscrollen, neue Bekanntschaften machen und dich mit anderen austauschen. Viel Spaß dabei!

Lohnt sich Mastodon?

Mastodon ist nicht für jeden das Richtige. Aber wer chronologisch sortierte Inhalte von Personen, denen man folgt mag, findet hier genau das, was er sucht. Bei Mastodon steht nicht Wachstum im Vordergrund. Bei kommerziellen Plattformen muss es ja immer mehr sein: mehr Follower, mehr Postings, mehr, mehr, mehr! Ich finde es entschleunigend, meine Zeit auf Mastodon zu verbringen. Hier sind die Leute anzutreffen, die ebenfalls genau das zu schätzen wissen. Menschen, die sich austauschen möchten und wirklich echtes Interesse haben.

Habe ich dich überzeugen können? Ich wünsche dir viele schöne neue Entdeckungen auf Mastodon. Social Media done well!


TL;DR

Was ist Mastodon?
Mastodon ist eine Microblogging-Plattform, ähnlich wie „X“. Im Vergleich dazu gibt es jedoch weniger Bots oder KI.
Warum sollte ich wechseln?
Bei Mastodon gibt es keine Algorithmen. Dir wird nur Content von Personen oder Institutionen angezeigt, denen du auch tatsächlich folgst.
Ist Mastodon das Fediverse?
Nein, Mastodon ist nicht das Fediverse. Es ist ein Teil von vielen Plattformen, die alle mittels des ActivityHub miteinander kommunizieren.
Ist Mastodon kostenlos?
Ja, natürlich! Die Serverhosts würden sich aber über eine Spende freuen.
Kann ich mich bei jedem beliebigen Server anmelden?
Jain. Du kannst dich bei manchen Servern sofort registrieren, bei anderen musst du erst fragen, ob du beitreten darfst.

Quellen

Stuart: Why come to Mastodon? (o. J.), URL: https://medium.com/@stuart_ml/why-come-to-mastodon-24a6c62a868b, (Stand: 07.08.2026)

D 64: 10 Dinge, die du über Mastodon wissen solltest (2022), URL: https://d-64.org/10-dinge-die-du-ueber-mastodon-wissen-solltest/ (Stand: 07.08.2026)

Zotzmann-Koch, Klaudia: Social Media Grundsätze: Einstieg ins Fediverse (2026), URL: https://www.viennawriter.net/blog/social-media-grundsaetze-einstieg-ins-fediverse/ (Stand: 07.08.2026)

884 Wörter

Makerspace der Stadtbibliothek Köln – Kreativität, Technologie und gemeinsames Lernen

Zwei 3D-Drucker und ein Laptop stehen auf einem Schreibtisch

Bibliotheken sind längst nicht mehr nur Orte zum Ausleihen von Büchern. Sie entwickeln sich zunehmend zu offenen Lern- und Begegnungsräumen, in denen Menschen gemeinsam experimentieren, gestalten und neue Technologien kennenlernen können. Ein besonders gelungenes Beispiel dafür ist der Makerspace der Stadtbibliothek Köln. Hier treffen moderne Fertigungstechnologien auf kreatives Handwerk, digitale Bildung auf gemeinschaftliches Lernen und Innovation auf niedrigschwellige Zugänglichkeit. Besucherinnen und Besucher können hier nicht nur Bücher ausleihen, sondern auch mit 3D-DruckernLasercutternSchneideplotternRoboternVirtual Reality und vielen weiteren Technologien arbeiten.

Der Makerspace richtet sich an Menschen jeden Alters – von Kindern über Studierende bis hin zu Berufstätigen oder Seniorinnen und Senioren. Ob Sie erste Erfahrungen mit digitalen Technologien sammeln oder bereits eigene Projekte umsetzen möchten: Der Makerspace bietet die passende Ausstattung und ein umfangreiches Workshopprogramm.

Die Idee eines Makerspaces stammt aus der internationalen Maker-Bewegung, die Anfang der 2000er-Jahre in den USA entstand. Ziel dieser Bewegung ist es, Menschen zu befähigen, selbst kreativ zu werden, Neues auszuprobieren und technisches Wissen praktisch anzuwenden.

Die Stadtbibliothek Köln gehörte zu den ersten öffentlichen Bibliotheken Deutschlands, die dieses Konzept aufgriffen. Bereits Mitte der 2010er-Jahre entstand in der Zentralbibliothek ein offener Kreativ- und Lernraum, der moderne Fertigungstechnologien mit digitaler Bildung kombinierte.

Von Beginn an setzte die Bibliothek auf einen niedrigschwelligen Zugang. Statt teure Geräte selbst anschaffen zu müssen, konnten Interessierte diese kostenlos oder kostengünstig ausprobieren. Schnell entwickelte sich der Makerspace zu einem festen Bestandteil des Bildungsangebots der Stadtbibliothek und wurde überregional bekannt.

Heute gilt die Stadtbibliothek Köln als Vorbild für viele andere Bibliotheken, die ebenfalls Makerspaces eingerichtet haben.

Während die Zentralbibliothek am Josef-Haubrich-Hof umfassend saniert wird, befindet sich der Makerspace derzeit im Interimsquartier der Stadtbibliothek auf der Hohe Straße. Trotz des Umzugs wurde das Angebot nahezu vollständig übernommen und kontinuierlich weiterentwickelt. Besucherinnen und Besucher finden dort einen offenen Kreativbereich mit moderner technischer Ausstattung und zahlreichen Workshops.

Das Konzept folgt dabei einem einfachen Grundsatz: Jeder soll die Möglichkeit erhalten, neue Technologien kennenzulernen, eigene Projekte umzusetzen und digitale Kompetenzen aufzubauen. Viele Angebote sind kostenlos oder im Rahmen der Bibliotheksmitgliedschaft nutzbar.

Das Angebot ist breit gefächert und richtet sich sowohl an Einsteiger*innen, als auch an erfahrene Maker. Wo welches Angebot zu finden ist, erfährst du unter Standorte.

Der 3D-Drucker gehört zu den beliebtesten Angeboten im Makerspace. Seit 2013 können Besuchende ab 16 Jahren nach Besuch eines Lizenzworkshops eigene Modelle herstellen oder Vorlagen aus Online-Datenbanken drucken. Genutzt wird dabei das Modell Modell Replicator+

Mögliche Anwendungen sind:

  • Ersatzteile
  • Architekturmodelle
  • Spielfiguren
  • Prototypen
  • Geschenkideen
  • Kunstobjekte

Der CO2-Laser „Beambox“ der Firma Flux ist der neueste Zuwachs im Makerspace Fuhrpark. Per Laserstrahl lassen sich Materialien wie Pappe, Holz, Filz und Kraftplex schneiden oder gravieren. Voraussetzung für die Nutzung ist wie beim 3D-Drucker der vorherige Besuch des kostenlosen Lizenz-Workshops. Das Mindestalter ist 18 Jahre.

Mit dem Schneideplotter Silhouette Cameo 4 lassen sich Folien, Papier oder Textilien sehr präzise ausschneiden. Dadurch entstehen bespielsweise:

  • individuelle T-Shirts
  • Aufkleber
  • Grußkarten
  • Wandtattoos
  • Beschriftungen
  • Dekorationen

Im Makerspace können Interessierte erste Erfahrungen mit Mikrocontrollern und Robotik sammeln. Dazu gehören unter anderem:

  • Arduino
  • Raspberry Pi
  • programmierbare Roboter
  • Sensorik
  • einfache Elektronikprojekte

Hier lernen Teilnehmende spielerisch Grundlagen des Programmierens und der digitalen Technik.

Ein besonderes Angebot ist das Social-Media-Studio. Hier können Videos, Podcasts oder andere digitale Inhalte produziert werden. Die Bibliothek stellt dafür geeignete Technik sowie entsprechende Workshops bereit. Das Angebot richtet sich sowohl an Privatpersonen als auch an Vereine, Schulen oder kleine Unternehmen. Ideal zum erstellen von:

  • Podcasts
  • YouTube-Videos
  • Social-Media-Clips
  • Interviews
  • Erklärvideos

Digitale Spiele sind inzwischen ein wichtiger Bestandteil moderner Bibliotheken. Im Makerspace können Besuchende aktuelle Virtual-Reality-Anwendungen ausprobieren und sich mit neuen Formen digitaler Medien beschäftigen.

Neben digitaler Technik spielen klassische Handwerkstechniken weiterhin eine wichtige Rolle. Im Makerspace finden die Nutzenden verschiedene Nähmaschinen und Overlock-Nähmaschinen und eine kleine Ausstattung an Werkzeug für die Erstellung eigener Textil-Projekte. Neulinge können in dem Workshop „Nähmaschine für Ahnungslose“ erste Erfahrungen sammeln.

Die Angebote unseres Makerspaces sind so vielfältig wie unsere Kölner Veedel. Und man kann viele unserer Angebote auch in den Veedeln, in unseren Stadtteilbibliotheken finden und nutzen.

Mitten in der Innenstadt befindet sich auf der 3. Etage der größte Makerspace der Stadtbibliothek. Hier findet man

  • 3D-Drucker
  • 3D-Scanner
  • Schneideplotter
  • Social-Media-Studio
  • Nähmaschine
  • Overlock-Nähmaschine
  • Robotik
  • Coding-Angebote
  • Workshops
  • Digitale Werkstatt
  • VR- und Gaming-Angebote
  • Bibliothek der Dinge

Außerdem findet man hier noch in der Musikbibliothek verschiedene Instrumente zum Spielen wie e-Drums, e-Piano oder auch unser Klavierzimmer mit Flügel. In der Digibar kann man verschiedene Medien digitalisieren, so können Kassetten, Schallplatten, Dias, Fotostreifen, VHS-Filme oder Super8-Filme wieder zugänglich gemacht werden.

Die Stadtteilbibliothek Kalk gilt als eine der modernsten Bibliotheken Deutschlands. Bereits bei ihrer Eröffnung im Jahr 2018 wurde großer Wert auf Mitmachangebote gelegt. Hier findet man im Makerspace:

  • 3D-Drucker
  • Schneideplotter
  • Virtual Reality
  • Gaming
  • interaktive Medieninstallationen
  • Bibliothek der Dinge

Die Bibliothek versteht sich ausdrücklich als Ort zum Experimentieren, Lernen und Ausprobieren.

Die Stadtteilbibliothek Porz ist ein weiterer Makerspace im Rechtsrheinischen. In dem Gebäude im Berzirksrathaus befinden sich:

  • 3D-Drucker
  • Lasercutter
  • Gaming
  • Virtual Reality Station
  • Bibliothek der Dinge

Dazu gehören die Lizenzworkshop, die für die Nutzung des 3D-Druckers und des Lasercutters erforderlich sind. Die Nutzung des Lasercutters ist ab 18 Jahren möglich.

Die Stadtteilbibliothek Rodenkirchen ist der Makerspace der Kölner Südens. Hier finden die Nutzenden vor allem Angebote für den Kreativbereich:

  • 3D-Drucker
  • Schneideplotter
  • Nähmaschine 
  • Overlock-Nähmaschine

Begleitet wird das Angebot auch hier von regelmäßig stattfindenden Einführungsworkshops. Der Schneideplotter und die Nähmaschinen können vor Ort aber auch ohne vorherigen Besuch des Workshops genutzt werden. Die Buchung der Geräte ist über die Webseite möglich.

Das Besondere am Makerspace ist seine Offenheit. Er richtet sich an unterschiedliche Zielgruppen:

  • Kinder entdecken spielerisch Technik und Robotik.
  • Jugendliche lernen Programmieren oder 3D-Modellierung.
  • Studierende nutzen moderne Fertigungstechnologien für Projekte.
  • Erwachsene entwickeln kreative Hobbys weiter.
  • Seniorinnen und Senioren erhalten einen niedrigschwelligen Zugang zu digitalen Technologien.

Auch Schulen, Bildungseinrichtungen und Vereine nutzen regelmäßig die Angebote der Bibliothek.

Das Veranstaltungsprogramm zeigt, wie vielfältig die Angebote inzwischen geworden sind. Regelmäßig finden Workshops statt, die praktische Anwendungen mit kreativem Lernen verbinden.

Beispiele sind:

  • Lizenz für den 3D-Druck – Ein Einsteigerkurs, der den sicheren Umgang mit den 3D-Druckern vermittelt und Voraussetzung für die eigenständige Nutzung an unseren Standorten ist.
  • Taschen professionell gestalten mit Flockfolie – Ein Kreativworkshop aus der Reihe „Maker Kids“, bei dem Stofftaschen mit dem Schneideplotter individuell gestaltet werden.
  • Mobile Filming – Ein Workshop, der zeigt, wie professionelle Videos mit dem Smartphone aufgenommen und bearbeitet werden können.
  • Workshop Digitales Zeichnen – Einführung in digitale Zeichenprogramme und kreative Projektionen.
  • Robotics & Coding – Veranstaltungen rund um Programmierung und Robotik für unterschiedliche Altersgruppen.
  • Games & VR – Angebote zum Kennenlernen von Virtual-Reality-Technologien und digitalen Spielen.

Die Veranstaltungen wechseln regelmäßig und richten sich sowohl an Anfänger als auch an Fortgeschrittene. Die Angebote sind kostenfrei, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich. In seltenen Fällen fällt eine Materialgebühr an.

Der Makerspace zeigt eindrucksvoll, wie sich Bibliotheken verändern. Während früher hauptsächlich Bücher ausgeliehen wurden, stehen heute Kompetenzen des 21. Jahrhunderts im Mittelpunkt:

  • kreatives Problemlösen
  • Teamarbeit
  • digitales Arbeiten
  • Medienkompetenz
  • lebenslanges Lernen

Bibliotheken übernehmen damit eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Sie schaffen einen Ort, an dem moderne Technologien unabhängig vom Einkommen genutzt werden können. Nicht jede Person besitzt einen 3D-Drucker, einen Schneideplotter oder professionelles Videoequipment. Im Makerspace werden diese Werkzeuge allen zugänglich gemacht.

Gleichzeitig entstehen neue Begegnungsräume. Menschen mit unterschiedlichen Interessen und Erfahrungsständen arbeiten gemeinsam an Projekten, tauschen Wissen aus und lernen voneinander. Dieses Prinzip des gemeinsamen Lernens gehört zu den zentralen Ideen der Maker-Bewegung.

Der Makerspace der Stadtbibliothek Köln gehört zu den innovativsten Angeboten öffentlicher Bibliotheken in Deutschland. Seit seinen Anfängen hat er sich von einer experimentellen Werkstatt zu einem festen Bestandteil des Bildungsangebots entwickelt. Ob 3D-Druck, Robotik, Social-Media-Produktion, Virtual Reality oder kreative DIY-Projekte – das Angebot ist vielfältig und spricht Menschen aller Altersgruppen an.

Mit dem Makerspace beweist die Stadtbibliothek Köln, dass Bibliotheken weit mehr sein können als Orte für Bücher. Sie sind Lernorte, Werkstätten, Begegnungsräume und Innovationszentren zugleich. Wer eigene Ideen verwirklichen, neue Technologien ausprobieren oder einfach kreativ werden möchte, findet hier optimale Voraussetzungen. Durch die Kombination aus moderner Technik, kompetenter Betreuung und einem abwechslungsreichen Workshopprogramm leistet der Makerspace einen wichtigen Beitrag zur digitalen Bildung und macht Zukunftstechnologien für alle Bürgerinnen und Bürger erlebbar.

Quellen:

https://www.stadt-koeln.de/artikel/60565/index.html

https://de.wikipedia.org/wiki/FabLab

https://www.stadt-koeln.de/artikel/72830/index.html

https://stbib-koeln.easy2book.de

Bildquellen:

Stadtbibliothek Köln

Jacob Zerdzicki über Pexels