Ein Blockeintrag
Hey Leute, vielleicht kennt ihr das auch:
Aufstehen, arbeiten oder studieren, zwischendurch endlos durch Social Media scrollen und dann wieder schlafen gehen. Für viele sieht genau so der Alltag aus. Man arbeitet eine Aufgabe nach der anderen ab, kämpft sich irgendwie durch den Tag – und fühlt sich am Ende trotzdem ausgelaugt und unausgeglichen.
Besonders im Winter wird das Ganze oft noch schlimmer. Dunkle Tage, wenig Motivation und der berühmte Winterblues sorgen dafür, dass man morgens kaum aus dem Bett kommt. Durch stundenlanges Sitzen im Büro oder geistige Arbeit fehlt vielen außerdem der sportliche Ausgleich.
Mir ging es lange genauso wie vermutlich vielen von euch. Deshalb habe ich Zwift drei Monate lang getestet – damit ihr es nicht müsst.
Was ist Zwift?
Zwift ist die zurzeit größte Online-Plattform für virtuelles Indoor-Cycling oder Laufen – wobei ich mich aufs Cycling konzentriert habe. Auf Zwift kannst du allein, oder auch in Gruppen dein Training abschließen: Es gibt verschiedene vorgefertigte Workouts für jede Erfahrungsstufe, tägliche Gruppenfahrten oder auch Rennen.



Wie funktioniert Zwift?
Du verbindest dein Rad, sowie einen Smarttriainer mit der Zwift-App. Diese läuft problemlos auf den gängigen Plattformen wie Mac, PC, Android oder iOS.
Der Smarttrainer ersetzt dein Hinterrad und sorgt dafür, dass während der Fahrt Werte wie Wattzahl, Geschwindigkeit oder Trittfrequenz angezeigt werden. Der Widerstand passt sich nach dem Verbinden mit Zwift automatisch an die Strecke an. Geht es bergauf, wird das Treten schwerer.
Mit weiteren Tools wie dem „Zwift Click“ kannst du beim Fahren sofort in den nächsten Gang über die Steuerung schalten, ohne in der App die Werte zu verändern.


Wie viel kostet Zwift?
Falls du überlegst, Zwift zu nutzen, lohnt es sich, die laufenden Ausgaben im Blick zu behalten.
Das monatliche Abo bei Zwift kostet 19,99€.
Wenn man etwas Geld sparen möchte, kann man sich auch direkt das Jahresabo für 199,99€ holen. Das klingt erst mal nach viel Geld, jedoch ist das Abo an sich günstiger, als die meisten Fitnessstudios – je nach Region und Kette zahlt man dort für 1 Monat 40-50€.
Falls du keinen Smarttrainer hast, kommen da natürlich auch noch Kosten hinzu: Je nach Anbieter und Qualität zahlt man zwischen 300-700€.



Das sind die Basics. Zwift hat noch zusätzlich einen eigenen Shop, in denen noch zusätzliche Tools (und Merch) angeboten werden.
Falls du jetzt denkst:
“Ich hab ja noch nicht mal ein Fahrrad, dass ich anschließen kann.”
Keine Sorge, auch dafür hat Zwift eine Lösung!
Seit einiger Zeit bietet Zwift im eigenen Shop auch das Zwift Ride mit KICKR CORE 2 an. Das ist ein komplettes Setup bestehend aus dem Zwift Ride (Rahmen) und dem KICKR CORE 2 (Smarttrainer).
Der ganze Spaß kostet mit Versand nach Deutschland satte 1299,99€. Das ist eine Menge Geld und jede*r muss für sich entscheiden, ob man bereit ist, so viel Geld auszugeben. Es gibt allerdings viele Content-Creator die mit Zwift kooperieren und immer mal wieder Rabatte von 200€ oder mehr verlinken können.
Ansonsten macht Zwift auch jährlich zu Black Friday immer große Angebote. Das Warten kann sich also lohnen.


Welche Alternativen gibt es?
Falls dir Zwift nicht zusagt, oder schlichtweg zu teuer ist (bedenke, du brauchst für jedes andere System natürlich auch Rad und Smarttrainer), für den gibt es natürlich noch Alternativen. Ich stelle euch 2 Bekannte vor.
Rouvy ist wohl neben Zwift die bekannteste virteulle Plattform fürs Indoor-Cycling. Der größte Unterschied zwischen den beiden ist vor allem die Aufmachung, denn mit Rouvy fährt man reale Strecken, die vorher abgefilmt wurden.
Das Abo bei Rouvy kostet 15,00€ und ist daher etwas günstiger als Zwift.

Wer jedoch eher auf die Gamification von Zwift steht, für den könnte MyWhoosh etwas sein. Diese Plattform ist dem Marktführer sehr ähnlich und zur Zeit noch kostenlos! Jedoch sollte man sich bewusst sein, dass MyWhoosh zum Großteil von den Vereinigten Arabischen Emiraten finanziert wird.
Motivation statt Monotonie
Warum ich mich am Ende des Tages für Zwift entschieden habe, liegt vor allem an der Gamification. Zu Beginn erstellt man einen eigenen Avatar, den man nach und nach individualisieren kann. Je mehr man fährt, desto mehr Inhalte schaltet man frei – darunter neue Trikots, Helme, Brillen oder Fahrräder.

Das funktioniert über zwei verschiedene Systeme: Einerseits levelt man sich durch gefahrene Kilometer hoch, andererseits sammelt man sogenannte „Drops“. Das sind virtuelle Schweißtropfen, die man während der Fahrt erhält und später gegen neue Ausrüstung eintauschen kann.

Außerdem gibt es regelmäßig Challenges und Events, bei denen man sich mit Fahrern aus aller Welt messen kann. Oft erhält man nach Abschluss besondere Trikots oder andere Belohnungen.
Auch die Community macht einen großen Unterschied. Man kann gemeinsam mit Freunden trainieren, Gruppenfahrten beitreten oder sich in Rennen mit anderen messen. Über den Chat tauscht man sich dabei ständig aus.
Fazit: Warum ich bei Zwift bleibe
Regelmäßig Sport zu machen war für mich immer schwierig. Anfangs ist die Motivation hoch, aber nach einigen Wochen verschwindet sie oft wieder. Entweder braucht man jemanden, der einen „in den Hintern tritt“ – oder etwas, das einen langfristig bei der Stange hält.
Zwift schafft beides erstaunlich gut.
Besonders unterhaltsam finde ich die Rennen. Sie erinnern mich ein wenig an Mario Kart. Auf bestimmten Streckenabschnitten bekommt man sogenannte Power-ups, die kurzfristig Vorteile bringen – zum Beispiel besseren Windschatten oder Unterstützung am Berg. Richtig eingesetzt können sie ein Rennen komplett verändern.

Dadurch fühlt sich das Training viel weniger eintönig an. Statt ständig auf die verbleibende Zeit zu schauen, konzentriert man sich darauf, das nächste Level zu erreichen oder sich im Rennen zu verbessern. Genau das motiviert mich bis heute.
Am Ende des Tages bleibt die Frage: Lohnt es sich wirklich so viel Geld für ein Indoorbike auszugeben? Ganz ehrlich: Für mich hat es sich vollkommen ausgezahlt.
Ich kann immer trainieren: egal zu welcher Uhrzeit und bei jedem Wetter. Dadurch kann ich auch an vollen Tagen mein Training immer dazwischenschieben. Durch regelmäßige Trainingseinheiten habe ich es geschafft, langsam wieder eine Grundkondition aufzubauen.
Vor allem mental merke ich einen deutlichen Unterschied. Studium und Arbeit sind natürlich immer noch stressig, aber durch die regelmäßige Bewegung fühle ich mich deutlich ausgeglichener. Ich schlafe besser, habe mehr Energie im Alltag und bin insgesamt ruhiger geworden.
Habt ihr Erfahrungen mit Indoor-Cycling oder anderen Innensportarten gemacht? Dann schreibt es doch gerne in die Kommentare ; )
Eure Svenja



