Mastodon: ein Zuhause für alle!

Logo der Plattform "Mastodon"
Logo der Plattform "Mastodon"


Du brauchst eine Auszeit
von Social Media,
wo nur Reichweite zählt
und Trends kopiert werden?
Dann probiere jetzt Mastodon aus!

Hier liegt der Fokus auf Transparenz, respektvollem Umgang miteinander und Gemeinschaft.

Was ist Mastodon und was macht es besonders?

Mastodon ist Teil des Fediverse. Optisch ähnelt es dem Kurznachrichtendienst „X“. Für mich fühlt es sich im Vergleich dazu viel lebendiger an, denn hier sind weniger Bots unterwegs.
Mastodon ist open source, das bedeutet, dass du in den Code hineinschauen kannst. Es ist dezentral organisiert und wird nicht von Großkonzernen gesteuert. Es besteht aus einer bunten Menge von selbst-gehosteten Servern, den sogenannten Instanzen.
Das Beste: du kannst dir daraus die Instanz aussuchen, die am besten zu dir passt!
Ich als Person aus der Bibliothekswelt, habe mich beispielsweise bei openbiblio.social registriert, aber davon abgesehen gibt es noch viele weitere Gruppen zu entdecken. Von Technik, zu Gaming und kreativen Hobbys ist alles dabei!
Du kannst die Instanz easy wechseln und auf eine andere Instanz umziehen, wo du dich wohler fühlst! Du hast die Möglichkeit, deine eigene Instanz zu hosten und deine eigenen Regeln aufzustellen.

Die Community-Regeln, sollten von allen eingehalten werden. Es sind beispielsweise keine Hassrede oder Mobbing erlaubt und die sogenannte Netiquette ist einzuhalten. Das bedeutet, dass man höflich mit anderen kommunizieren soll. Wenn sich alle an die Regeln halten, kann Mastodon als Safespace erhalten werden.

Mastodon ist ein soziales Netzwerk ohne Algorithmus, das aus mehreren einzelnen Gruppen (Instanzen) besteht. Alle können sich registrieren und sich die Instanz selbst aussuchen!

Startseite der Plattform "Mastodon" auf der Instanz openbiblio.social
Startseite von openbiblio.social

Vorteile von Mastodon gegenüber anderen sozialen Netzwerken

  • keine Algorithmen, die Inhalte vorsortieren
  • die Inhalte werden in chronologischer Reihenfolge angezeigt
  • keine Werbung, keine Empfehlungen
  • echte Menschen erstellen echte Inhalte
  • Interessensgruppen finden und Communities beitreten

Was ist das Fediverse?

Fediverse setzt sich zusammen aus „federated“ und „universe“. Das heißt viele einzelne Services bilden das Fediverse-Netzwerk. Damit stellt das Fediverse einen Gegenentwurf beispielsweise zu Google oder dem Meta-Konzern dar.
Zu den einzelnen Services zählen beispielsweise der Cloudservice Nextcloud und die Video-Plattform Peer Tube. Alle Services benutzen das gleiche Protokoll zum Datenaustausch, das ActivityHub. Das ist ähnlich wie bei E-Mails. Egal welche Domain man hat, also zum Beispiel @gmail.com, @webmail.de usw., kann man Mails versenden und empfangen.

Der Clou: mit einem Mastodon-Konto kannst du mit jedem Service, der Teil des Fediverses ist, interagieren! Also Beiträge auf Pixelfed kommentieren, liken und vieles mehr!

Um einen Service anzubieten werden Server benötigt, deren Miete oder Betrieb Kosten verursachen. Doch da sich die Hosts oftmals durch Mitgliedsbeiträge oder Spenden finanzieren, sind die angebotenen Dienste oft kostenfrei nutzbar.

Das Fediverse ist ein Zusammenschluss mehrerer Dienste und Plattformen. Diese kommunizieren über das ActivityHub-Protokoll miteinander.
Die Nutzung ist in den meisten Fällen kostenfrei.

Wie und wo kann ich anfangen?

Einfach loslegen! Du kannst nichts falsch machen.
Du kannst dir unter joinmastodon.org einen Überblick über vorhandene Server verschaffen und gleich ein Konto erstellen, beziehungsweise anfragen, ob du dich registrieren darfst.

  1. Vervollständige dein Profil

    Damit Personen etwas über dich erfahren, fülle deine Bio aus
    und stelle ein Profilbild ein.

  2. Finde Personen, die du kennst

    Die Suchfunktion hilft dir dabei Personen oder Institutionen zu finden, denen du folgen kannst.

  3. Schreibe deinen ersten Tröt!

    Schreibe einen kurzen Text über dich, oder was dich so bewegt.
    Wichtig: nutze hier unbedingt den #neuhier Tag, damit alle wissen, dass du jetzt da bist und damit sie dich begrüßen können!

  4. Auf dem Laufenden bleiben

    Nun kannst du regelmäßig deinen Feed durchscrollen, neue Bekanntschaften machen und dich mit anderen austauschen. Viel Spaß dabei!

Lohnt sich Mastodon?

Mastodon ist nicht für jeden das Richtige. Aber wer chronologisch sortierte Inhalte von Personen, denen man folgt mag, findet hier genau das, was er sucht. Bei Mastodon steht nicht Wachstum im Vordergrund. Bei kommerziellen Plattformen muss es ja immer mehr sein: mehr Follower, mehr Postings, mehr, mehr, mehr! Ich finde es entschleunigend, meine Zeit auf Mastodon zu verbringen. Hier sind die Leute anzutreffen, die ebenfalls genau das zu schätzen wissen. Menschen, die sich austauschen möchten und wirklich echtes Interesse haben.

Habe ich dich überzeugen können? Ich wünsche dir viele schöne neue Entdeckungen auf Mastodon. Social Media done well!


TL;DR

Was ist Mastodon?
Mastodon ist eine Microblogging-Plattform, ähnlich wie „X“. Im Vergleich dazu gibt es jedoch weniger Bots oder KI.
Warum sollte ich wechseln?
Bei Mastodon gibt es keine Algorithmen. Dir wird nur Content von Personen oder Institutionen angezeigt, denen du auch tatsächlich folgst.
Ist Mastodon das Fediverse?
Nein, Mastodon ist nicht das Fediverse. Es ist ein Teil von vielen Plattformen, die alle mittels des ActivityHub miteinander kommunizieren.
Ist Mastodon kostenlos?
Ja, natürlich! Die Serverhosts würden sich aber über eine Spende freuen.
Kann ich mich bei jedem beliebigen Server anmelden?
Jain. Du kannst dich bei manchen Servern sofort registrieren, bei anderen musst du erst fragen, ob du beitreten darfst.

Quellen

Stuart: Why come to Mastodon? (o. J.), URL: https://medium.com/@stuart_ml/why-come-to-mastodon-24a6c62a868b, (Stand: 07.08.2026)

D 64: 10 Dinge, die du über Mastodon wissen solltest (2022), URL: https://d-64.org/10-dinge-die-du-ueber-mastodon-wissen-solltest/ (Stand: 07.08.2026)

Zotzmann-Koch, Klaudia: Social Media Grundsätze: Einstieg ins Fediverse (2026), URL: https://www.viennawriter.net/blog/social-media-grundsaetze-einstieg-ins-fediverse/ (Stand: 07.08.2026)

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