Makerspace der Stadtbibliothek Köln – Kreativität, Technologie und gemeinsames Lernen

Zwei 3D-Drucker und ein Laptop stehen auf einem Schreibtisch

Bibliotheken sind längst nicht mehr nur Orte zum Ausleihen von Büchern. Sie entwickeln sich zunehmend zu offenen Lern- und Begegnungsräumen, in denen Menschen gemeinsam experimentieren, gestalten und neue Technologien kennenlernen können. Ein besonders gelungenes Beispiel dafür ist der Makerspace der Stadtbibliothek Köln. Hier treffen moderne Fertigungstechnologien auf kreatives Handwerk, digitale Bildung auf gemeinschaftliches Lernen und Innovation auf niedrigschwellige Zugänglichkeit. Besucherinnen und Besucher können hier nicht nur Bücher ausleihen, sondern auch mit 3D-DruckernLasercutternSchneideplotternRoboternVirtual Reality und vielen weiteren Technologien arbeiten.

Der Makerspace richtet sich an Menschen jeden Alters – von Kindern über Studierende bis hin zu Berufstätigen oder Seniorinnen und Senioren. Ob Sie erste Erfahrungen mit digitalen Technologien sammeln oder bereits eigene Projekte umsetzen möchten: Der Makerspace bietet die passende Ausstattung und ein umfangreiches Workshopprogramm.

Die Idee eines Makerspaces stammt aus der internationalen Maker-Bewegung, die Anfang der 2000er-Jahre in den USA entstand. Ziel dieser Bewegung ist es, Menschen zu befähigen, selbst kreativ zu werden, Neues auszuprobieren und technisches Wissen praktisch anzuwenden.

Die Stadtbibliothek Köln gehörte zu den ersten öffentlichen Bibliotheken Deutschlands, die dieses Konzept aufgriffen. Bereits Mitte der 2010er-Jahre entstand in der Zentralbibliothek ein offener Kreativ- und Lernraum, der moderne Fertigungstechnologien mit digitaler Bildung kombinierte.

Von Beginn an setzte die Bibliothek auf einen niedrigschwelligen Zugang. Statt teure Geräte selbst anschaffen zu müssen, konnten Interessierte diese kostenlos oder kostengünstig ausprobieren. Schnell entwickelte sich der Makerspace zu einem festen Bestandteil des Bildungsangebots der Stadtbibliothek und wurde überregional bekannt.

Heute gilt die Stadtbibliothek Köln als Vorbild für viele andere Bibliotheken, die ebenfalls Makerspaces eingerichtet haben.

Während die Zentralbibliothek am Josef-Haubrich-Hof umfassend saniert wird, befindet sich der Makerspace derzeit im Interimsquartier der Stadtbibliothek auf der Hohe Straße. Trotz des Umzugs wurde das Angebot nahezu vollständig übernommen und kontinuierlich weiterentwickelt. Besucherinnen und Besucher finden dort einen offenen Kreativbereich mit moderner technischer Ausstattung und zahlreichen Workshops.

Das Konzept folgt dabei einem einfachen Grundsatz: Jeder soll die Möglichkeit erhalten, neue Technologien kennenzulernen, eigene Projekte umzusetzen und digitale Kompetenzen aufzubauen. Viele Angebote sind kostenlos oder im Rahmen der Bibliotheksmitgliedschaft nutzbar.

Das Angebot ist breit gefächert und richtet sich sowohl an Einsteiger*innen, als auch an erfahrene Maker. Wo welches Angebot zu finden ist, erfährst du unter Standorte.

Der 3D-Drucker gehört zu den beliebtesten Angeboten im Makerspace. Seit 2013 können Besuchende ab 16 Jahren nach Besuch eines Lizenzworkshops eigene Modelle herstellen oder Vorlagen aus Online-Datenbanken drucken. Genutzt wird dabei das Modell Modell Replicator+

Mögliche Anwendungen sind:

  • Ersatzteile
  • Architekturmodelle
  • Spielfiguren
  • Prototypen
  • Geschenkideen
  • Kunstobjekte

Der CO2-Laser „Beambox“ der Firma Flux ist der neueste Zuwachs im Makerspace Fuhrpark. Per Laserstrahl lassen sich Materialien wie Pappe, Holz, Filz und Kraftplex schneiden oder gravieren. Voraussetzung für die Nutzung ist wie beim 3D-Drucker der vorherige Besuch des kostenlosen Lizenz-Workshops. Das Mindestalter ist 18 Jahre.

Mit dem Schneideplotter Silhouette Cameo 4 lassen sich Folien, Papier oder Textilien sehr präzise ausschneiden. Dadurch entstehen bespielsweise:

  • individuelle T-Shirts
  • Aufkleber
  • Grußkarten
  • Wandtattoos
  • Beschriftungen
  • Dekorationen

Im Makerspace können Interessierte erste Erfahrungen mit Mikrocontrollern und Robotik sammeln. Dazu gehören unter anderem:

  • Arduino
  • Raspberry Pi
  • programmierbare Roboter
  • Sensorik
  • einfache Elektronikprojekte

Hier lernen Teilnehmende spielerisch Grundlagen des Programmierens und der digitalen Technik.

Ein besonderes Angebot ist das Social-Media-Studio. Hier können Videos, Podcasts oder andere digitale Inhalte produziert werden. Die Bibliothek stellt dafür geeignete Technik sowie entsprechende Workshops bereit. Das Angebot richtet sich sowohl an Privatpersonen als auch an Vereine, Schulen oder kleine Unternehmen. Ideal zum erstellen von:

  • Podcasts
  • YouTube-Videos
  • Social-Media-Clips
  • Interviews
  • Erklärvideos

Digitale Spiele sind inzwischen ein wichtiger Bestandteil moderner Bibliotheken. Im Makerspace können Besuchende aktuelle Virtual-Reality-Anwendungen ausprobieren und sich mit neuen Formen digitaler Medien beschäftigen.

Neben digitaler Technik spielen klassische Handwerkstechniken weiterhin eine wichtige Rolle. Im Makerspace finden die Nutzenden verschiedene Nähmaschinen und Overlock-Nähmaschinen und eine kleine Ausstattung an Werkzeug für die Erstellung eigener Textil-Projekte. Neulinge können in dem Workshop „Nähmaschine für Ahnungslose“ erste Erfahrungen sammeln.

Die Angebote unseres Makerspaces sind so vielfältig wie unsere Kölner Veedel. Und man kann viele unserer Angebote auch in den Veedeln, in unseren Stadtteilbibliotheken finden und nutzen.

Mitten in der Innenstadt befindet sich auf der 3. Etage der größte Makerspace der Stadtbibliothek. Hier findet man

  • 3D-Drucker
  • 3D-Scanner
  • Schneideplotter
  • Social-Media-Studio
  • Nähmaschine
  • Overlock-Nähmaschine
  • Robotik
  • Coding-Angebote
  • Workshops
  • Digitale Werkstatt
  • VR- und Gaming-Angebote
  • Bibliothek der Dinge

Außerdem findet man hier noch in der Musikbibliothek verschiedene Instrumente zum Spielen wie e-Drums, e-Piano oder auch unser Klavierzimmer mit Flügel. In der Digibar kann man verschiedene Medien digitalisieren, so können Kassetten, Schallplatten, Dias, Fotostreifen, VHS-Filme oder Super8-Filme wieder zugänglich gemacht werden.

Die Stadtteilbibliothek Kalk gilt als eine der modernsten Bibliotheken Deutschlands. Bereits bei ihrer Eröffnung im Jahr 2018 wurde großer Wert auf Mitmachangebote gelegt. Hier findet man im Makerspace:

  • 3D-Drucker
  • Schneideplotter
  • Virtual Reality
  • Gaming
  • interaktive Medieninstallationen
  • Bibliothek der Dinge

Die Bibliothek versteht sich ausdrücklich als Ort zum Experimentieren, Lernen und Ausprobieren.

Die Stadtteilbibliothek Porz ist ein weiterer Makerspace im Rechtsrheinischen. In dem Gebäude im Berzirksrathaus befinden sich:

  • 3D-Drucker
  • Lasercutter
  • Gaming
  • Virtual Reality Station
  • Bibliothek der Dinge

Dazu gehören die Lizenzworkshop, die für die Nutzung des 3D-Druckers und des Lasercutters erforderlich sind. Die Nutzung des Lasercutters ist ab 18 Jahren möglich.

Die Stadtteilbibliothek Rodenkirchen ist der Makerspace der Kölner Südens. Hier finden die Nutzenden vor allem Angebote für den Kreativbereich:

  • 3D-Drucker
  • Schneideplotter
  • Nähmaschine 
  • Overlock-Nähmaschine

Begleitet wird das Angebot auch hier von regelmäßig stattfindenden Einführungsworkshops. Der Schneideplotter und die Nähmaschinen können vor Ort aber auch ohne vorherigen Besuch des Workshops genutzt werden. Die Buchung der Geräte ist über die Webseite möglich.

Das Besondere am Makerspace ist seine Offenheit. Er richtet sich an unterschiedliche Zielgruppen:

  • Kinder entdecken spielerisch Technik und Robotik.
  • Jugendliche lernen Programmieren oder 3D-Modellierung.
  • Studierende nutzen moderne Fertigungstechnologien für Projekte.
  • Erwachsene entwickeln kreative Hobbys weiter.
  • Seniorinnen und Senioren erhalten einen niedrigschwelligen Zugang zu digitalen Technologien.

Auch Schulen, Bildungseinrichtungen und Vereine nutzen regelmäßig die Angebote der Bibliothek.

Das Veranstaltungsprogramm zeigt, wie vielfältig die Angebote inzwischen geworden sind. Regelmäßig finden Workshops statt, die praktische Anwendungen mit kreativem Lernen verbinden.

Beispiele sind:

  • Lizenz für den 3D-Druck – Ein Einsteigerkurs, der den sicheren Umgang mit den 3D-Druckern vermittelt und Voraussetzung für die eigenständige Nutzung an unseren Standorten ist.
  • Taschen professionell gestalten mit Flockfolie – Ein Kreativworkshop aus der Reihe „Maker Kids“, bei dem Stofftaschen mit dem Schneideplotter individuell gestaltet werden.
  • Mobile Filming – Ein Workshop, der zeigt, wie professionelle Videos mit dem Smartphone aufgenommen und bearbeitet werden können.
  • Workshop Digitales Zeichnen – Einführung in digitale Zeichenprogramme und kreative Projektionen.
  • Robotics & Coding – Veranstaltungen rund um Programmierung und Robotik für unterschiedliche Altersgruppen.
  • Games & VR – Angebote zum Kennenlernen von Virtual-Reality-Technologien und digitalen Spielen.

Die Veranstaltungen wechseln regelmäßig und richten sich sowohl an Anfänger als auch an Fortgeschrittene. Die Angebote sind kostenfrei, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich. In seltenen Fällen fällt eine Materialgebühr an.

Der Makerspace zeigt eindrucksvoll, wie sich Bibliotheken verändern. Während früher hauptsächlich Bücher ausgeliehen wurden, stehen heute Kompetenzen des 21. Jahrhunderts im Mittelpunkt:

  • kreatives Problemlösen
  • Teamarbeit
  • digitales Arbeiten
  • Medienkompetenz
  • lebenslanges Lernen

Bibliotheken übernehmen damit eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Sie schaffen einen Ort, an dem moderne Technologien unabhängig vom Einkommen genutzt werden können. Nicht jede Person besitzt einen 3D-Drucker, einen Schneideplotter oder professionelles Videoequipment. Im Makerspace werden diese Werkzeuge allen zugänglich gemacht.

Gleichzeitig entstehen neue Begegnungsräume. Menschen mit unterschiedlichen Interessen und Erfahrungsständen arbeiten gemeinsam an Projekten, tauschen Wissen aus und lernen voneinander. Dieses Prinzip des gemeinsamen Lernens gehört zu den zentralen Ideen der Maker-Bewegung.

Der Makerspace der Stadtbibliothek Köln gehört zu den innovativsten Angeboten öffentlicher Bibliotheken in Deutschland. Seit seinen Anfängen hat er sich von einer experimentellen Werkstatt zu einem festen Bestandteil des Bildungsangebots entwickelt. Ob 3D-Druck, Robotik, Social-Media-Produktion, Virtual Reality oder kreative DIY-Projekte – das Angebot ist vielfältig und spricht Menschen aller Altersgruppen an.

Mit dem Makerspace beweist die Stadtbibliothek Köln, dass Bibliotheken weit mehr sein können als Orte für Bücher. Sie sind Lernorte, Werkstätten, Begegnungsräume und Innovationszentren zugleich. Wer eigene Ideen verwirklichen, neue Technologien ausprobieren oder einfach kreativ werden möchte, findet hier optimale Voraussetzungen. Durch die Kombination aus moderner Technik, kompetenter Betreuung und einem abwechslungsreichen Workshopprogramm leistet der Makerspace einen wichtigen Beitrag zur digitalen Bildung und macht Zukunftstechnologien für alle Bürgerinnen und Bürger erlebbar.

Quellen:

https://www.stadt-koeln.de/artikel/60565/index.html

https://de.wikipedia.org/wiki/FabLab

https://www.stadt-koeln.de/artikel/72830/index.html

https://stbib-koeln.easy2book.de

Bildquellen:

Stadtbibliothek Köln

Jacob Zerdzicki über Pexels

Freizeitstress: 5 Tipps wie man wieder zur Erholung kommt

Gestresste Person sitzt an einem Tisch und hält sich den Kopf.

…noch schnell eine Nachricht verschicken
…noch schnell einkaufen
…noch schnell die Wäsche machen
…noch schnell den neuen Post auf Social Media anschauen

Kommt dir bekannt vor?

Freizeit kann sich oft oft wie eine lange To-Do-Liste anfühlen. Das scheint aber nicht nur dir und mir so zu gehen. Denn in einer repräsentativen Stressstudie von der Techniker Krankenkasse gab jede vierte Person an, zu viel Freizeitstress ausgesetzt zu sein. In diesem Beitrag möchte ich dir deswegen 5 Tipps zeigen, wie du wieder Erholung in deiner Freizeit findest!

Was ist Freizeitstress

Freizeitstress beschreibt das Gefühl, wenn die eigene freie Zeit nicht mehr als erholsam, sondern als belastend und überladen empfunden wird. Grund dafür können unterschiedliche Dinge sein. Zu viele Termine mit Freunden, Social Media oder der Anspruch, jede Sekunde des Tages optimiert und sinnvoll zu planen.

Langanhaltender Stress kann zu unterschiedlichen Symptomen führen, unter anderem zu Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Magenproblemen oder Hautproblemen.

Deswegen ist es wichtig, dass wir Erholungszeiträume schaffen. Sie sind die Voraussetzung für langfristige Gesundheit, Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit.

5 Tipps gegen Freizeitstress

Im Folgenden möchte ich euch fünf Tipps vorstellen, wir ihr wieder zur Erholung kommt!

JOMO statt FOMO!

FOMO („Fear of missing out“) entsteht häufig durch den Vergleich mit anderen oder der Annahme überall „dabei“ gewesen sein zu müssen, vor Sorge, dass man etwas verpassen könnte . Vor allem durch die konstante Medienpräsenz fällt es einem schwer, das nicht zu tun. Auf Social Media sehen wir ständig Menschen im Urlaub, auf Konzerten oder bei gemeinsamen Aktivitäten. Dabei vergessen wir leicht, dass wir nur die Highlights sehen. Das kann den Eindruck vermitteln, selbst ständig etwas erleben zu müssen.

Ein Mann liest entspannt ein Buch auf dem Sofa.

JOMO („Joy of missing out“) ist das Gegenstück zu FOMO. Es beschreibt die bewusste Entscheidung zu akzeptieren, dass man nicht überall dabei sein muss und nicht jede Entwicklung auf Social Media sofort verfolgt werden muss. Wer lernt, auch einmal bewusst Nein zu sagen, kann so gezielt Freiräume für sich selbst und der eigenen Erholung schaffen.

Offline Zeit

Jeden Tag sind wir online und erreichbar. Rund um die Uhr. Nachrichten auf die man antworten muss, endloses scrollen bei Social Media. So ist natürlich kein Abschalten möglich. Deswegen gönnt euch ein Digital Detox und seid mal ne Stunde Offline! Hierfür eignen sich auch sehr gut Apps, die gezielt Programme auf dem Handy für einen gewissen Zeitraum blockieren, damit man sich eine Pause von der Informationsflut und dem Social Media nehmen kann. Meine Empfehlung ist die App „Digital Detox“. Ich habe aber auch schon gutes über „Freedom“ oder „AppBlock“ gehört.

Ein Mann geht auf einem idyllischen Weg spazieren.

Ich persönlich gehe gerne länger spazieren und höre dabei bewusst kein Podcast oder Musik. Dann kann man so richtig die Gedanken schweifen lassen. Das, gekoppelt mit der Bewegung, tut richtig gut!

Hobbys

Such dir ein Hobby, das dich die Zeit vergessen lässt! Obwohl Hobbys hierzulande manchmal einen schweren Stand haben, gibt es meiner Meinung nach nichts schöneres.

Ein Hobby ist laut Definition etwas, was man sinn- und zweckfrei in einer gewissen Regelmäßigkeit ausübt.

Auf dem Tisch steht eine Drachenminiatur von dem Tabletop-Spiel Oathmark.

Für mich ist das Tabletop.

Ich baue, bemale und spiele mit kleinen Miniaturen. Stunden um Stunden, es entspannt mich ungemein! Nicht nur das Spielen selber, sondern auch das Malen bringt eine kreative Komponente in mein Leben, das ich sehr zu schätzen weiß.

Bewusst Zeit für Erholung einplanen

Viele von uns planen die freie Zeit bis ins kleinste Detail. Dabei wird aber häufig vergessen, gezielt auch Erholungsphasen einzuplanen. Es scheint so als wäre man unproduktiv, wenn für den Abend nichts im Kalender steht. Doch es ist wichtig, sich gezielt Zeit für Erholungspausen zu nehmen. Deswegen sollte man den Kalender generell nicht zu voll mit Terminen machen.

Eine Person trägt etwas mit einem Bleistift in einen Kalender ein.

Plant auch gerne mal Tage ein, in denen man bewusst keine Verpflichtungen hineinlegt.

So mache ich es auch. Ich nehme mir bewusst einen Tag in der Woche, wo keine Verpflichtungen, nicht einmal Haushalt, anstehen. Ein ganzer Feierabend nur für mich. Es bewirkt wunder und lässt mich richtig entspannen!

Prioritäten setzen

Muss ich das jetzt wirklich machen? Ist es wirklich notwendig? Stellt euch diese Frage! Manchmal fällt es uns schwer zu entscheiden und gezielt zu priorisieren, so dass man versucht alles gleichzeitig zu machen. Unsere Freizeit ist jedoch begrenzt, deswegen wägt wirklich ab, welche Tätigkeiten und Termine wirklich wichtig sind!

Eine Frau sortiert an einer Wand unterschiedliche Post-its.

Hier könnt ihr auch auf bewährte Methoden zurückgreifen. Ich persönlich nutze gerne die Eisenhower-Matrix und habe damit gute Erfahrungen gemacht. Aber auch die 1-3-5-Methode oder die Ivy-Lee-Methode könnten hilfreich sein!

Eure Erfahrung

Freizeit muss nicht perfekt sein, sie muss dir guttun. Das bedeutet nicht, dass du dein Leben komplett ändern musst. Schon kleine Veränderungen können dabei helfen Stress abzubauen. Das kann ein Abend sein, an dem keine Verpflichtungen anstehen. Es kann aber auch ein kleiner Spaziergang, ein Buch lesen oder das gezielte Nachgehen eines Hobbys sein.

Eine Frau liegt auf dem Bett, sieht zufrieden aus und grinst breit.

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesen 5 Tipps helfen. Mir helfen sie erstaunlich gut mehr Erholung im Alltag zu bekommen.

Aber wie ist eure Erfahrung mit Freizeitstress? Habt ihr andere Wege, wie ihr zu Erholung kommt?

Schreibt es in die Kommentare!

~ Niels Kolle

Quellenverzeichnis:

https://www.tk.de/firmenkunden/service/gesund-arbeiten/gesundheitsberichterstattung/studie-entspann-dich-deutschland

https://www.ardalpha.de/wissen/psychologie/freizeit-stress-freizeitstress-fomo-angst-verpassen-erholung-100.html

https://www.privatklinik-duisburg.de/wenn-die-freizeit-stresst-3-tipps-fuer-mehr-erholung

https://natalie-maiwald.de/freizeitstress-und-stressfolgen-2/

https://gesund.bund.de/stress

https://karrierebibel.de/prioritaten-setzen/

Abbildungsverzeichnis:

https://acteurdemasante.lu/de/psychische-gesundheit/wie-laesst-sich-stress-bewaeltigen/

https://premiummedicalcircle.com/de/artikel/tiktok-diagnosen-depression-narzissmus

https://www.deine-gesundheitswelt.de/balance-ernaehrung/jomo-joy-of-missing-out

https://www.sv-sachsen.de/content/service/blog/wandern

https://pijlieblog.blogspot.com/2020/12/epic-oathmark-battle-report.html

https://www.meinrothstift.de/page/alles.rund.um.kalender

https://www.zep.de/blog/prioritaeten-setzen-5-bewaehrte-methoden

Social Reading mit READO – die App im Überblick

Ob Schritte, Schlaf, Kalorien, Gewohnheiten, Fitness oder Periode – für viele sind Tracking-Apps längst Teil des Alltags. Auch Bücher lassen sich mit Apps verwalten – Lesen zählt in Deutschland immer noch zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten, genauso wie Socializing. Social-Reading-Apps tracken nicht nur das Leseverhalten, sondern verbinden Leser:innen miteinander. Eine Plattform, die im deutschsprachigen Raum immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist READO. Doch was kann die App wirklich? 

Lesen passiert in der Regel allein. Doch das Internet ermöglicht für Leser:innen eine neue Möglichkeit der Interaktion und des Austauschs über Bücher. Im Gegensatz zu klassischen Buchclubs oder auch Lesezirkel gibt es online ganz andere Möglichkeiten. Hier setzt das Konzept „Social Reading“ an: gemeinsame Lese-Challenges, Kommentieren und Diskutieren einzelner Passagen sowie ganzer Bücher, Bewertungssysteme – vernetzt und suchbar.

Goodreads zählt zu den größten Plattformen weltweit im Bereich Buchempfehlungen und Social Reading. Die Seite, mit Sitz in Amerika, ging 2007 online. 2013 wurde sie von Amazon gekauft. Weitere bekannte Apps sind StoryGraph (UK), Bookshelf (Kroatien) sowie LovelyBooks und READO (Deutschland). 

Gegründet wurde das Start-up 2019 unter anderem von Jonathan Mondorf, Michael Pomogajko und Andreas Weiser. Der Launch 2020 fand noch unter dem Namen „read-o“ statt. 2022 war sie auch Teil des Fernseh-Formats „Höhle der Löwen“. 

Die kostenfreie READO-App gibt es für Android und iOS. Andere Anbieter wie Goodreads sind auch Browser-basiert nutzbar, dies ist hier derzeit nicht möglich. Durch eine kostenpflichtige Premium-Mitgliedschaft können weitere Funktionen freigeschaltet werden.

Die Leser:innen finden auf der Startseite ihre aktuellen Lesetitel (Bücher und Hörbücher). Mit einem Klick können Updates zum jeweiligen Lesefortschritt vorgenommen werden. Für jeden getrackten Tag gibt es einen Streak.

Bücher können via ISBN-Scan oder bibliographische Daten hinzugefügt und mit einem Status („Wunschliste“, „Am Lesen/Hören“, „Abgeschlossen“ oder „Abgebrochen“) versehen werden.  Premium-User:innen können zusätzliche Infos wie beispielsweise Ausgaben tracken.

Seit Herbst 2025 können Bücher auch direkt über die App gekauft werden. 

READO-App-Homescreen – Auszug mit aktuellen Lesetiteln, Statistiken und Leseempfehlung

Wer vorher bereits Goodreads genutzt hat, kann die Daten einfach importieren. So können dort getrackte Bücher inklusive Bewertungen übernommen werden, ohne dass alles neu erfasst werden muss. Weitere Bibliotheken können als csv-Datei importiert werden. Die eigene READO-Bibliothek lässt sich nicht exportieren. 

Durch das Tracken des Leseverhaltens erhalten User:innen detaillierte Einblicke: 

  • Täglich/wöchentlich/jährlich gelesene Seiten bzw. Hörminuten 
  • Stand der selbst definierten Leseziele
  • Jahres-Recap (siehe folgende Abbildungen)

Alles lässt sich teilen – als Bilder in der eigenen Galerie oder direkt via Instagram. 

Der Social-Read-Aspekt zeigt sich bei den einzelnen Titeln. Zu jeder Seite oder jedem Zeitstempel können Kommentare geschrieben werden. User:innen können daraufhin mit Emojis oder Texten reagieren. Bei den sogenannten BuddyReads können – wie in einem Buchclub oder Lesezirkel – gemeinsam gelesen und interagiert werden. Diese Leserunden können geschlossen oder öffentlich sein, es gibt ein festgelegtes Start- und Enddatum. Vor allem hier bei diesem Feature zeigt sich der Community-Gedanke der App. 

Nach Abschluss oder Abbruch eines Buches können User:innen Sternebewertungen abgeben und Beiträge (vergleichbar mit Rezensionen) verfassen. Bei Letzterem kann die Community mit Emojis und Antworten reagieren.  

Der Feed erinnert an andere bekannte Social-Media-Plattformen. Nutzer:innen können hier kurze Beiträge inklusive Fotos und Videos einstellen. Der eigene Feed zeigt sowohl Beiträge zu bereits selbst gelesenen Büchern als auch Vorschläge. Wieder kann in Form von Kommentaren und Emojis interagiert und anderen kann gefolgt werden. Der Abschnitt „Updates“ zeigt Beiträge und Lesefortschritte der Follower:innen.

Bereich Feed in READO-App, gezeigt werden Beiträge anderer Nutzer:innen

Der Feed erinnert an andere bekannte Social-Media-Plattformen. Nutzer:innen können hier kurze Beiträge inklusive Fotos und Videos einstellen. Der eigene Feed zeigt sowohl Beiträge anderer zu bereits selbst gelesenen Büchern als auch Vorschläge. Wieder kann in Form von Kommentaren und Emojis interagiert und anderen kann gefolgt werden. Der Abschnitt „Updates“ zeigt Beiträge und Lesefortschritte der Follower:innen.

Eine monatliche Subskription kostet monatlich 4,99 € bzw. jährlich 47,99 € (Stand Juli 2026).  

Premium-Funktionen im Überblick
  • Detailliertere Statistiken
  • Ausgabenlimit 
  • Buchreihen-Tracker 
  • Verlosungen 
  • Individualisierbare Oberfläche 

Premium lohnt sich vor allem für Vielleser:innen. Für alle, die einen Überblick über ihre Bibliothek und ihre Leseverhalten erhalten möchten sowie den gemeinsamen Austausch suchen, genügt die kostenfreie Version. 

Welches Buch als Nächstes auf dem Lesestapel landen könnte, beantwortet die App mithilfe von KI. Das integrierte Tool Booklyn basiert auf ChatGPT sowie READO-Daten.

Booklyn analysiert individuell die gelesenen Bücher, bevorzugte Genre und abgegebene Bewertungen. Dabei ist ein Gedanke, nicht nur Bücher zu empfehlen, die gerade populär und beliebt sind, sondern auch unbekanntere Titel, die aber emotional zum eigenen Geschmack passen. Beispielsweise ist nicht jeder Krimi auch humorvoll, doch vielleicht hat eine Userin genau solche Bücher in der Vergangenheit bevorzugt gelesen und geliebt. Die Empfehlung sollte dann nicht einfach der nächste neue Krimi-Bestseller sein, sondern ein möglichst hoher Match mit vergangenen Vorlieben sein. Das kann der nächste Band einer begonnenen Buchreihe sein, genauso wie ältere passende Titel.  

Neben den automatisch eingespielten Tipps kann die KI auch direkt befragt werden, um noch gezieltere Empfehlungen zu erhalten.  

READO macht Spaß: das Tracken und Entdecken neuer Bücher, das Austauschen mit anderen, die visuelle Auswertung des eigenen Leseverhaltens. Apps wie READO, Goodreads und Storygraph können ein Motivationsschub sein. Wer vorher allein weinend, lachend oder fluchend über Romanen saß, kann diese Emotionen nun seitengenau mit anderen teilen. 

PROsCONs
umfangreiche Datenbank
gesuchte Bücher werden in der Regel gefunden (vor allem deutschsprachige Titel)
fehlende Titel
können nicht eigenständig ergänzt werden
Import
von Goodreads-Bibliothek und anderer Lese-Plattformen
kein Export
der eigenen READO-Bibliothek
deutschsprachige Oberfläche
(Vgl. Storygraph: nur englischsprachig)
keine Desktop-Oberfläche
Eingabe von umfangreichen Rezensionen am Smartphone kann mühselig sein
KI
wählt nicht nur aktuelle populäre Titel aus
KI
kann nicht unterbunden werden;
KI empfiehlt auch Titel schlecht bewertete Autor:innen und bereits gelesene Bücher

Wer langfristig bei READO bleiben möchte, sich hier eine Community aufgebaut hat und nicht abhängig von künstlich erzeugten Leseempfehlungen ist, kann hier sehr glücklich werden – sowohl in der kostenlosen als auch in der Premium-Variante.  



Quellen 

Abbildungsverzeichnis
  • Beitragsbild: mast3r – stock.adobe.com (bearbeitet) 
  • Abbildung 1: Screenshot innerhalb der READO-App (selbst erstellt, bearbeitet) 
  • Abbildung 2, 3: Grafiken durch READO-App bereitgestellt (bearbeitet) 
  • Abbildung 4-7: Screenshot innerhalb der READO-App (selbst erstellt, bearbeitet) 
Literaturverzeichnis

Amazon kauft Plattform Goodreads: Lesen Sie dies (2013). In: taz, 29.03.2013. Online verfügbar unter https://taz.de/Amazon-kauft-Plattform-Goodreads/!5070344/, zuletzt geprüft am 18.07.2026. 

Hüfner, Daniel (2022): Maschmeyer-Deal geplatzt: Darum ging Read-O bei DHDL doch leer aus. In: Business Insider Deutschland, 27.04.2022. Online verfügbar unter https://www.businessinsider.de/gruenderszene/media/hoehle-der-loewen-carsten-maschmeyer-read-o-deal-geplatzt-b/, zuletzt geprüft am 18.07.2026. 

Ilic, Natascha (2023): READO schließt erfolgreich Seed-Finanzierungsrunde ab – Station. Online verfügbar unter https://station-frankfurt.de/2023/03/30/reado-schliesst-erfolgreich-seed-finanzierungsrunde-ab/, zuletzt aktualisiert am 30.03.2023, zuletzt geprüft am 18.07.2026. 

Janson, Matthias (2024): Welche Hobbys haben Männer und Frauen? In: Statista, 10.10.2024. Online verfügbar unter https://de.statista.com/infografik/33224/befragte-die-folgenden-hobbies-und-aktivitaeten-nachgehen/, zuletzt geprüft am 27.07.2026. 

Pleimling, Dominique (2021): Social Reading – Lesen im digitalen Zeitalter | Zukunft des Publizierens | bpb.de. In: Bundeszentrale für politische Bildung, 07.12.2021. Online verfügbar unter https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/145378/social-reading-lesen-im-digitalen-zeitalter/, zuletzt geprüft am 18.07.2026. 

READO – All About Books – Apps bei Google Play (2026). Online verfügbar unter https://play.google.com/store/apps/details?id=com.read_o&hl=de, zuletzt aktualisiert am 27.07.2026, zuletzt geprüft am 18.07.2026. 

READO sichert sich sieben-stelliges Investment (2026). In: Börsenblatt, 16.02.2026. Online verfügbar unter https://www.boersenblatt.net/home/reado-sichert-sich-sieben-stelliges-investment-411607, zuletzt geprüft am 18.07.2026. 

Team (2026). Online verfügbar unter https://about.reado.app/team, zuletzt aktualisiert am 21.06.2026, zuletzt geprüft am 18.07.2026. 

Welches Amateurorchester passt zu dir?

Projekt-Orchester behält beim Open-Air-Konzert den Dirigenten im Blick

Dein (Wieder-)Einstieg ins gemeinsame Musizieren

Laienorchester in Aktion (Talha Resitoglu/cottonbro studeio/pexels 2026)

Du hast früher ein Instrument gelernt, es steht aber seit Jahren im Schrank? Oder du spielst schon lange und suchst nach einem Umzug ein neues Ensemble? Die gute Nachricht: Die deutsche Orchesterlandschaft ist groß und vielfältig – und für jedes Niveau gibt es einen passenden Einstieg. Rund 1,5 Millionen Erwachsene spielen hierzulande in ihrer Freizeit in einem Orchester, Ensemble oder einer Musikgruppe [1]. Während der professionelle Bereich seit Jahren unter Sparzwängen steht – die Zahl der Musikerplanstellen in den 129 öffentlich geförderten Berufsorchestern ist von 12.159 im Jahr 1992 auf 9.771 im Jahr 2024 gesunken, ein Rückgang von rund 20 Prozent [2] –, wächst die Amateurszene ungebrochen weiter.

Klassik, Filmmusik oder auch mal Popmusik? Amateurorchester mischen bewusst, damit alle Stimmgruppen gleichermaßen gefordert sind, ohne dass sich jemand langweilt oder überfordert fühlt.

Doch wie findet man als Hobbymusiker:in das richtige Ensemble? Hier ein Überblick über die drei wichtigsten Typen von Amateurorchestern:

Nicht jedes Orchester tickt gleich. Grob lassen sich drei Typen unterscheiden:

TypZusammen-setzungEinstiegProben-rhythmusFinanzierungBeispiele
Uni- und Schul-orchesterStudierende bzw. Schüler:innen, hohe Fluktuationoft mit kurzem Vorspielwöchentlich, semesterweisegestaffelter Semester-beitrag oder Teilnahme-gebühr über die MusikschuleUniorchester Leipzig [3], Junges Orchester der FU [4], Ensemble der Musikschule Landkreis Oder-Spree [5]
Traditionelle Musikvereinealtersgemischt, oft mehr-generational, feste Stamm-besetzungmeist offen, ohne Vorspielwöchentlich, ganzjährigspenden-finanziert oder geringe Mitglieds-beiträgeSinfonie-Orchester Tempelhof [6], Orchesterverein München 1880 e.V. [7]
Projekt-Orchesterwechselnde Besetzung je nach Projektspontan, projektbezogenintensive kurze Probenphasenvariiert, oft projekt-bezogener Beitrag oder kostenlosSymphonic Mob [8], Ensemble der Klosterkirche Guben [9]

Uni- und Schulorchester

Sie richten sich an Studierende oder Musikschüler:innen und leben von der Energie junger, oft wechselnder Besetzungen. Der Einstieg läuft hier häufig über eine offene Probe mit anschließendem kurzen Vorspiel – etwa beim Universitätsorchester Leipzig, wo Interessierte sich mit einem kurzen Programm vorstellen [3]. Finanziert werden diese Orchester meist über einen Semesterbeitrag, der sich nach dem Einkommen richtet: Beim Jungen Orchester der FU Berlin liegt er beispielsweise bei 30 bzw. 50 Euro pro Semester [4]. Auch die Teilnahmepflichten sind hier tendenziell strenger geregelt als in anderen Orchestertypen: Wer mehr als drei Proben unentschuldigt verpasst oder nicht am Probenwochenende teilnimmt, riskiert dort, beim Konzert nicht mitspielen zu dürfen [4]. Diese Verbindlichkeit hat ihren Grund, denn sie geht oft mit einem höheren musikalischen Anspruch einher, während Ensembles mit lockereren Regeln, meist auch beim Niveau mehr Bandbreite zulassen.

Traditionelle Musikvereine und Stadtorchester

Das sind feste, oft über Jahrzehnte gewachsene Gemeinschaften, in denen der Spaß klar vor dem Leistungsgedanken steht – wie beim SinfonieOrchester Tempelhof, das organisatorisch bei einer Musikschule angesiedelt ist, sich aber überwiegend aus älteren, oft mehrgenerational verbundenen Laienmusiker:innen zusammensetzt [6]. Der Einstieg ist meist unkompliziert: anmelden, zur nächsten Probe kommen, mitspielen – so weist etwa der Orchesterverein München 1880 explizit darauf hin, dass es kein Vorspiel gibt [7]. Bei der Finanzierung gibt es hier die größte Bandbreite: von reiner Spendenfinanzierung bis zu geringen, meist symbolischen Mitgliedsbeiträgen.

Amateuerorchester bei der Probe in einer Kirche bei angenehmer Atmosphäre

Amateurorchester bei der Probe in einer Kirche (cottonbro studio/pexels 2026)

Projekt-Orchester

Diese kommen nur für einen begrenzten Zeitraum zusammen, etwa für ein einzelnes Konzert oder eine Tournee – wie der Symphonic Mob, bei dem mehrere hundert Laien gemeinsam mit einem Profiorchester ein Konzertprogramm einstudieren [8], oder der Orchesteranteil des Ensembles der Klosterkirche Guben, der nur zu besonderen Auftritten und Tourneen zusammenkommt [9]. Projekt-Orchester sind ideal für alle, die sich nicht dauerhaft binden wollen oder neben Job und Familie nur zeitweise Kapazität haben. Immerhin 16 Prozent der erwachsenen Amateurmusizierenden üben ihr Hobby projektbezogen aus [1].

Projekt-Orchester behält beim Open-Air-Konzert den Dirigenten im Blick

Mittendrin, statt nur dabei: Projektorchester beim Musikfestival (Alexander Zvir/pexels 2026)

Wer längerfristig in einem Ensemble mitspielt, erlebt oft mehr als den wöchentlichen Probenabend – gemeinsame Orchesterfahrten gehören für viele Ensembles fest zum Programm, wenn auch mit unterschiedlichem Charakter:

  • In Musikschulorchestern sind das häufig längere Fahrten von ein bis zwei Wochen, bei denen – ähnlich wie bei einer Klassenfahrt – neben täglichen Proben auch Wandern, Spielen und das gemeinsame Kennenlernen im Vordergrund stehen.
  • In Erwachsenenorchestern sind die Fahrten meist kürzer, oft ein verlängertes Wochenende im Vorfeld eines Konzerts. Hier zählt vor allem die konzentrierte Probenarbeit, weil sich in kurzer Zeit ein deutlicher musikalischer Fortschritt erzielen lässt.

Untergebracht ist man meistens in beiden Fällen in Jugendherbergen, also nicht luxuriös, aber es bleibt ein verbindendes Erlebnis, das den Zusammenhalt im Ensemble spürbar stärkt. Wichtig zu wissen: Für Unterkunft und Verpflegung am Probenwochenende fallen häufig zusätzliche (meist erschwingliche) Kostenbeiträge an [4].

Doppelzimmer einer Jugendherberge

Typisches Jugendherbergszimmer für ein Probenwochenende (Enrock Ojambo/pexels 2026)

Bevor du dich für ein Ensemble entscheidest, lohnt sich ein Blick auf drei Punkte:

  1. Vorspiele: Gibt es eine Hürde, oder kannst du einfach zur nächsten Probe kommen? Beides ist verbreitet – frag im Zweifel direkt nach.
  2. Zeit-Investition: Wöchentliche Probe versus kurze intensive Projektphase – was passt besser in deinen Alltag?
  3. Kosten und Verbindlichkeit: Manche Orchester sind spendenfinanziert und kostenlos, andere erheben einen Mitgliedsbeitrag und nicht überall wird die Probenanwesenheit gleich streng gehandhabt. Ein kurzer Blick auf die Website oder eine Nachfrage vorab erspart Überraschungen.

Ein Argument sollte bei aller Abwägung nicht untergehen:

Wer über Wochen und Monate hinweg gemeinsam auf ein Ziel hinarbeitet, wächst dabei musikalisch wie menschlich zusammen, und in manchen Ensembles entsteht über die Jahre ein Zusammenhalt, der sich fast familiär anfühlt. Dazu kommt: Auch als Amateur:in bekommt man Gelegenheit, an Orten zu spielen, die sonst nur Profi-Ensembles vorbehalten scheinen: Berliner Philharmonie, Konzerthaus Berlin, Haus des Rundfunks, Laeiszhalle Hamburg, ….

Orchester, Chor und Solisten verbeugen sich in RIchtung Publikum

SinfonieOrchester Tempelhof mit mit der Altonaer Singakademie und der Camerata Bergedorf
in der Laeiszhalle Hamburg, 2026 [6]

Ob Wiedereinstieg nach Jahren Pause oder Neuanfang nach einem Umzug: Die deutsche Amateurmusikszene ist groß genug, dass für nahezu jedes Niveau, jeden Zeitrahmen und jedes Budget ein Ensemble passt. Zur ersten Orientierung lohnt sich schon ein Besuch bei einem der meist kostenlosen bis kostengünstigen Konzerte – und der nächste Schritt ist dann nur noch eine kurze E-Mail ans Orchester deiner Wahl!


Quellenangaben

  1. Deutsches Musikinformationszentrum (Hrsg.), Amateurmusizieren in Deutschland, Repräsentativbefragung 2025, zitiert nach: Bundesmusikverband Chor & Orchester e.V., „Zahlen und Fakten“, https://bundesmusikverband.de/zahlen/ (Stand: 2025)
  2. Gerald Mertens, „Berufsorchester“, Deutsches Musikinformationszentrum (miz), https://miz.org/de/beitraege/berufsorchester-in-deutschland/version/2024 (Stand: 23.01.2024)
  3. Universitätsorchester Leipzig, https://www.unimusik.uni-leipzig.de/universitaetsorchester
  4. Junges Orchester der FU Berlin, „Mitspielen – Orchesterbeitrag und Regeln für die Teilnahme“, https://junges-orchester.de/mitspielen/
  5. Ensemble der Musikschule Landkreis Oder-Spree, https://www.musikschule-schoeneiche.de/ensemble/
  6. SinfonieOrchester Tempelhof, https://www.sinfonie-orchester-tempelhof.de/
  7. Orchesterverein München 1880 e.V., „Orchester/Mitspielen“, https://www.ovm-1880.de/orchester-mitspielem/
  8. Symphonic Mob (Deutsches Symphonie-Orchester Berlin), https://www.symphonic-mob.de/
  9. Ensemble der Klosterkirche Guben, http://www.kirchenmusik-guben.de/

Citizen Science: So ermöglichen Bibliotheken Forschung für alle

Illustration von Renee Zhang/Northeastern University

Illustration von Renee Zhang/Northeastern University

In den vergangenen zehn Jahren haben sich rund 18.800 Bürgerinnen und Bürger an 28 vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderten Citizen-Science-Projekten beteiligt.1 Was dabei oft übersehen wird: Bibliotheken sind an vielen dieser Projekte beteiligt – nicht als reine Bücherlager, sondern als Vermittlerinnen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Wer verstehen will, warum Citizen Science gerade jetzt zum Zukunftsthema für öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken wird, findet hier den Überblick.

Citizen Science, auf Deutsch wörtlich so viel wie „Bürgerwissenschaft“, bezeichnet die aktive Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an wissenschaftlichen Prozessen.2 Sie reicht von der Formulierung von Forschungsfragen über die Datenerhebung bis zur Auswertung und Veröffentlichung der Ergebnisse.3 Ganz neu ist die Idee dabei nicht: Schon vor Jahrhunderten dokumentierten leidenschaftliche Laienforschende Naturphänomene oder beteiligten sich an Vogelzählungen.4

Neu ist die Reichweite. Digitale Technologien wie Smartphone-Apps und Online-Meldeportale machen es heute möglich, dass sich tausende Menschen ortsunabhängig an groß angelegten Forschungsprojekten beteiligen. Für viele Forschungsfelder ist diese Unterstützung inzwischen unverzichtbar, weil die benötigten Datenmengen von hauptberuflichen Wissenschaftler:innen allein kaum zu bewältigen wären.5 Ob Insektenzählung, Sprachforschung oder das Entziffern historischer Briefe – das Prinzip bleibt gleich: Fachwissen aus der Wissenschaft trifft auf Zeit, Ortskenntnis und Neugier aus der Gesellschaft.

Der Slider zeigt eine Auswahl verschiedener Citizen-Science-Projekte, die auf mitforschen.org vorgestellt werden.


Citizen Science ist längst keine Nische mehr, sondern ein strategisches Thema der deutschen Wissenschaftspolitik. Das Weißbuch „Citizen-Science-Strategie 2030 für Deutschland“ wurde über zwei Jahre hinweg mit mehr als 200 Personen aus 136 Organisationen erarbeitet – darunter ausdrücklich auch Bibliotheken, Museen und Archive.6 Bibliotheken sitzen also nicht nur am Katalog der Diskussion, sie gestalten sie mit.

Buchcover "Citizen-Science-Strategie 2023 für Deutschland" von Aletta Bonn, et al.
Bonn/Brink/Hecker (2021)

Das zahlt sich aus: 89 Prozent der Teilnehmenden an geförderten Citizen-Science-Projekten vertrauen der Wissenschaft, 90 Prozent würden wieder mitmachen.7 Für Bibliotheken als Orte des Vertrauens und der Wissensvermittlung ist das eine seltene Gelegenheit, sich als aktiver Wissenschaftsakteur zu zeigen – statt nur als Ort, an dem über Wissenschaft gelesen wird.


Bibliotheken gelten zunehmend nicht mehr nur als Wissensspeicher, sondern als aktive Akteurinnen der Wissenschaftskommunikation. Eine Citizen-Science-Masterclass des internationalen Bibliotheksnetzwerks LIBER betonte 2024 erneut, wie entscheidend Bibliotheken für den Erfolg solcher Projekte sind.8 Der Grund liegt in ihrer Position: Bibliotheken stehen an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft und sind damit ein naheliegender Ort, um die Zusammenarbeit von Forschenden und lokalen Communities auszubauen.9

Konkret übernehmen Bibliotheken dabei mehrere Rollen:

  • Infrastruktur-Geberin: Räume, Technik und Personal für Workshops und Datenerhebung
  • Vermittlerin: Kontakt zwischen Forschungseinrichtungen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern
  • Datenpartnerin: Eigene Bestände wie Handschriften, Fotos oder Zeitungen werden zur Forschungsgrundlage für Crowdsourcing
  • Kompetenzvermittlerin: Schulungen zu Informations- und Datenkompetenz für Teilnehmende

Die Zentralbibliothek Zürich baut das Handlungsfeld Citizen Science seit 2021 systematisch als Teil ihrer Open-Science-Strategie auf, unter anderem mit Transkription, Georeferenzierung und dem kollaborativen Schreiben von Wikipedia-Artikeln.10

Foto links: O. Malzahn / FGHO
Foto mittig: © re-school.polito.it, Politecnico di Torino, Future Urban Legacy Lab
Foto rechts: NB, Simon Schmid


Wie das konkret aussieht, zeigen Projekte aus dem In- und Ausland11:

Ob Naturwissenschaft, Stadtgeschichte oder Sprachforschung: Citizen Science funktioniert in praktisch jedem Fachgebiet, das eine Bibliothek bedient.

Foto links: Alfredo Marco Pradil / Pexels
Foto mittig: ©
Brockhaus
Foto rechts
: Fiona Murray / Pexels


So groß die Chancen sind, Citizen Science bringt auch Fragen mit, bei denen Bibliotheken ihre Kernkompetenz ausspielen können. Wer Bürgerinnen und Bürger Daten sammeln oder historische Bestände bearbeiten lässt, muss frühzeitig klären, wie Datenschutz und Urheberrecht geregelt sind.13 Genau hier sind Bibliotheken im Vorteil: Sie kennen Fragen rund um Nutzungsrechte, Persönlichkeitsrechte und Datenmanagement aus ihrer täglichen Arbeit ohnehin.

Auch die Frage nach Datenqualität und Nachhaltigkeit lohnt einen Blick vorab: Wie werden die gesammelten Daten dokumentiert, gesichert und langfristig zugänglich gemacht? Bibliotheken, die bereits Erfahrung mit Forschungsdatenmanagement haben, können dieses Wissen direkt in Citizen-Science-Projekte einbringen – ein Vorteil, den viele Forschungseinrichtungen zu schätzen wissen.


  1. Bestände sichten: Welche Sammlungen – Fotos, Briefe, Zeitungen, Naturbeobachtungsdaten – eignen sich für Crowdsourcing oder Transkription?
  2. Vernetzen: Plattformen wie mit:forschen! bündeln laufende Projekte und bieten Weiterbildungsformate für den Einstieg.14
  3. Kooperationen suchen: Kontakt zu Hochschulen, Forschungseinrichtungen oder lokalen Initiativen aufbauen, die Bürgerbeteiligung suchen.
  4. Pilotprojekt starten: Klein anfangen, etwa mit einer Transkriptions-Aktion oder einem thematischen Aktionstag.
  5. Sichtbar machen: Ergebnisse und Mitmach-Möglichkeiten aktiv über Website und Social Media kommunizieren.


Citizen Science verändert, wie Wissenschaft entsteht – und Bibliotheken sitzen dabei nicht am Rand, sondern mittendrin. Sie bringen genau das mit, was Bürgerforschung braucht: Vertrauen, Infrastruktur, Bestände und die Fähigkeit, zwischen Fachwelt und Öffentlichkeit zu vermitteln. Wer als Bibliothek jetzt einsteigt, positioniert sich als aktiver Wissenschaftsakteur der eigenen Region!

Ein guter erster Schritt: Die eigenen Bestände auf Citizen-Science-Potenzial prüfen und Kontakt zur Plattform mit:forschen! aufnehmen.


Quellenangaben

  1. Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR): Citizen Science, https://www.bmftr.bund.de/DE/Forschung/Gesellschaft/Beteiligungdergesellschaft/CitizenScience/citizenscience_node.html ↩︎
  2. ebd. ↩︎
  3. TU Wien Bibliothek: Citizen-Science-Projekte, https://www.tuwien.at/bibliothek/citizen-science ↩︎
  4. Leibniz-Gemeinschaft: Citizen Science, https://www.leibniz-gemeinschaft.de/forschung/citizen-science ↩︎
  5. ebd. ↩︎
  6. Helmholtz-Gemeinschaft: Citizen Science, https://www.helmholtz.de/transfer/citizen-science/ ↩︎
  7. BMFTR ↩︎
  8. Österreich forscht (citizen-science.at): Warum Bibliotheken eine Schlüsselrolle in Citizen Science spielen, https://www.citizen-science.at/blog/warum-bibliotheken-eine-schluesselrolle-in-citizen-science-spielen-1 ↩︎
  9. TU Wien: Webinar zum Thema Citizen Science an Bibliotheken, https://www.tuwien.at/bibliothek/alle-news/news/webinar-zum-thema-citizen-science-an-bibliotheken ↩︎
  10. Universität Innsbruck, Bibliothekskongress 2023: Citizen Science in wissenschaftlichen Bibliotheken – Zentralbibliothek Zürich, https://www.uibk.ac.at/congress/bibliothek2023/programm/abstracts-donnerstag-vormittag/citizen-science-in-wissenschaftlichen-bibliotheken.html ↩︎
  11. Bibliotheksportal (Kompetenznetzwerk für Bibliotheken): Spotlight Citizen Science – Projektbeispiele aus dem In- und Ausland, https://bibliotheksportal.de/spotlight-citizen-science-projektbeispiele-aus-dem-in-und-ausland/ ↩︎
  12. Staatsbibliothek zu Berlin (Stabi Lab): Citizen Science, https://lab.sbb.berlin/citizen-science/ ↩︎
  13. BMFTR ↩︎
  14. mit:forschen! – Gemeinsam Wissen schaffen, https://www.mitforschen.org/ ↩︎

Raus aus der Monotonie: Wie Zwift meinen Alltag aufgebrochen hat

Ein Blockeintrag von JustSvenja

Mit weiteren Tools wie dem „Zwift Click“ kannst du beim Fahren sofort in den nächsten Gang über die Steuerung schalten, ohne in der App die Werte zu verändern.


Umwelt schützen im Alltag- 10 einfache Dinge die wirklich etwas bewirken

Bildquelle: Pixabay (lizenzfrei)

Der Klimawandel gehört zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Die Umwelt im Alltag zu schützen, wird deshalb für immer mehr Menschen zu einem wichtigen Ziel. 

Weltweit nehmen Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen zu, auch in Deutschland werden die Folgen immer deutlicher1. Angesichts dieser Entwicklungen fühlen sich viele Menschen machtlos. Kann das eigene Verhalten überhaupt etwas bewirken?

Die Antwort ist Ja!

Klimaschutz fängt nicht erst bei politischen Entscheidungen oder internationalen Vereinbarungen an. Selbst unser Alltagsleben wirkt sich auf die Umwelt aus. Die Entscheidungen, die wir in Bezug auf unsere Ernährung, unsere Mobilität und unsere Konsumgüter treffen, beeinflussen alle unseren ökologischen Fußabdruck. Eine einzelne Person kann den Klimawandel zwar nicht allein aufhalten, aber viele kleine Veränderungen können zusammen eine große Wirkung erzielen.

In diesem Beitrag erfährst du wie du vom Frühstück bis zum Feierabend Schritt für Schritt nachhaltiger Leben kannst. 

Nachhaltig in den Tag starten

Der erste Kaffee ist fertig, die Tasche ist gepackt und das Frühstück steht auf dem Tisch. Noch bevor du das Haus verlässt, hast du bereits viele Entscheidungen getroffen, die Einfluss auf die Umwelt haben. Schon kleine Gewohnheiten können einen Unterschied machen.

1. Weniger tierische Produkte konsumieren

Nicht jedes Frühstück muss tierische Produkte enthalten. Pflanzliche Alternativen oder ein gelegentlich vegetarisches Frühstück können dazu beitragen, Ressourcen einzusparen. Das Umweltbundesamt hat festgestellt, dass bei der Produktion von auf Soja oder Weizen basierenden Fleischersatzprodukten lediglich etwa 10 % der Treibhausgase emittiert werden, die bei der Herstellung der gleichen Menge Rindfleisch entstehen2. Bereits kleine Veränderungen, wie ein oder zwei fleischfreie Tage pro Woche leisten einen Beitrag zum Klimaschutz.

2. Mehrweg statt Einweg

Eine wiederverwendbare Trinkflasche, Brotdose oder ein Mehrweg- Kaffeebecher begleiten sich dich oft über viele Jahre. Mehrweg ist in der Regel umweltfreundlicher als Einweg, vor allem wenn die Verpackung oft wiederbefüllt wird und regional im Umlauf bleibt. Das gilt besonders für Flaschen; Einweg-Glas schneidet aus Umweltsicht deutlich schlechter ab als Mehrweg-Glas, und bei Mehrwegbechern nennt das Umweltbundesamt mindestens zehn, besser über 25 Nutzungen als Faustregel.3

Klimafreundlich unterwegs

Auch auf dem Weg zur Arbeit oder zur Universität lassen sich einfache Maßnahmen zum Umweltschutz in den Alltag integrieren. Die Wahl des Verkehrsmittels beeinflusst nicht nur den eigenen CO₂-Fußabdruck, sondern auch das Verkehrsaufkommen und den Energieverbrauch. Oft reichen schon kleine Veränderungen aus, um nachhaltiger unterwegs zu sein.

3. Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen

Der Verkehrssektor gehört zu den größten Verursachern von Treibhausgasemissionen. Bei längeren Strecken lohnt sich der Bus oder Zug im Gegensatz zum Auto4. Für kurze Strecken könntest du das Fahrrad nehmen oder zu Fuß gehen und tust ganz nebenbei noch etwas für deine Gesundheit. 

Bildquelle: Pixabay (lizenzfrei)

4. Fahrgemeinschaften bilden

Nicht jede Autofahrt lässt sich vermeiden, aber vielleicht gibt es Personen, die das gleiche Ziel haben. Das Umweltbundesamt gibt für Pkw im Durchschnitt etwa 164 g CO₂-Äquivalente pro Personenkilometer bei typischer Besetzung (rund 1,4 Personen) an. Bildet man eine Fahrgemeinschaft, verteilen sich die Emissionen auf mehrere Personen5. Besonders bei regelmäßigen Pendelstrecken, etwa zur Arbeit oder Ausbildung, auf längeren Distanzen, wo sich die Einsparung pro Kilometer stark summiert und im ländlichen Raum, wo Bus und Bahn selten fahren und das Auto ohnehin nötig ist lohnen sich Fahrgemeinschaften.

Umweltschutz im Einkaufskorb

Nach dem Arbeitsweg steht für viele noch ein Einkauf an. Zwischen den vollen Regalen und der großen Auswahl fällt die Entscheidung für das Klima oft nicht leicht. Doch gerade hier hast du die Möglichkeit, mit jedem Einkauf einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Schon kleine Veränderungen bei der Auswahl von Lebensmitteln und Produkten können langfristig einen großen Unterschied machen.

Bildquelle: Pixabay (lizenzfrei)

5. Regional und saisonal einkaufen

Wenn Produkte zur Saison im Freiland angebaut werden, ist ihr CO₂‑Fußabdruck deutlich niedriger als bei Ware aus beheizten Gewächshäusern oder Flugimporten. Studien zeigen etwa, dass Winter‑Erdbeeren aus dem Gewächshaus einen vielfach höheren CO₂‑Ausstoß haben als saisonale Freilanderdbeeren, und dass ein importierter Apfel aus Übersee etwa doppelt so hohe Emissionen verursachen kann wie ein regionaler Saisonapfel. Besonders ungünstig ist sogenanntes „Flugobst“, das per Flugzeug eingeflogen wird und ein Vielfaches der Emissionen von Schiff‑ oder Lkw‑Transporten verursacht6.

6. Verpackungen vermeiden

Viele Obst- und Gemüsesorten brauchen gar keine zusätzliche Plastikverpackung – sie dient vor allem der Logistik und dem Marketing. Weniger Einwegverpackung bedeutet weniger Ressourcenverbrauch (Erdöl, Energie) und weniger Abfall, der entsorgt oder recycelt werden muss. Gerade dünne Plastikfolien und -schalen werden oft nur einmal genutzt und landen dann im Restmüll oder als Plastikmüll in der Umwelt. Inzwischen gibt es sogar schon mehrere „Unverpackt- Läden“ in denen Kund:innnen ihre eigenen Verpackungen mitbringen können7.

7. Bewusst einkaufen

Wer Mahlzeiten im Voraus plant und eine Einkaufsliste schreibt, kauft deutlich seltener auf Verdacht oder aus einem Impuls heraus Dinge, die später ungenutzt verderben. Das reduziert Lebensmittelabfälle, und damit auch die Ressourcen, die für Anbau, Verarbeitung, Transport und Kühlung dieser Produkte eingesetzt wurden.  Gute Einkaufsplanung ist ein zentraler Schritt um weniger wegzuwerfen und dadurch Klima, Böden und Wasser zu schützen. 8

Umweltschutz im Alltag zu Hause

Wieder zu Hause beginnt endlich der Feierabend. Es wird geduscht, gekocht und vielleicht noch die Lieblingsserie weitergeschaut. Doch auch in den eigenen vier Wänden gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Umwelt zu schonen. Mit kleinen Veränderungen im Alltag kannst du Energie und Wasser sparen und so deine Ökobilanz verbessern.

8. Licht ausschalten

Oftmals vergisst man schnell das Licht auszuschalten, wenn man einen Raum verlässt, doch hier lässt sich so viel Energie einsparen. Achte darauf, ob du das Licht gerade wirklich brauchst, und hänge dir, wenn es dir hilft, einen kleinen Zettel neben die Tür. Du könntest auch über die Anschaffung von LED- Lampen nachdenken. Klassische Glühbirnen setzen nur etwa einen kleinen Teil der aufgenommenen Energie in Licht um, der Rest wird als Wärme „verheizt“. LEDs nutzen einen viel größeren Anteil des Stroms für Licht und kommen je nach Quelle auf etwa 80–90% weniger Stromverbrauch bei gleicher Helligkeit. Eine Glühlampe mit zum Beispiel 60–75 Watt lässt sich oft durch eine LED mit etwa 8–10 Watt ersetzen, ohne dass es merklich dunkler wird.9

9. Wassersparend duschen

Du könntest einen wassersparenden Duschkopf einbauen, der den Wasserdurchfluss reduziert. Wenn du weniger Wasser nutzt, muss weniger Wasser gefördert, aufbereitet, verteilt und später als Abwasser gereinigt werden. Dafür werden Pumpen, Aufbereitungsanlagen und Klärwerke betrieben, die Energie verbrauchen und so Treibhausgase verursachen; jede eingesparte Wassermenge senkt diesen Energiebedarf und damit auch die CO₂‑Emissionen10. Gleichzeitig werden Flüsse, Seen und Grundwasser weniger belastet, was Lebensräume für Tiere und Pflanzen stabiler hält und Übernutzung oder Absenkung von Grundwasserspiegeln vorbeugt – gerade in trockeneren oder empfindlichen Regionen ist das wichtig.

8. Stoßlüften statt Dauerlüften

Besonders im Sommer wird es im Zimmer oft warm und das Fenster bleibt auf Kipp, allerdings erhöhen dauerhaft gekippte Fenster den Energieverbrauch drastisch. Ein gekipptes Fenster bewirkt einen konstanten Luftaustausch, bei dem warme Raumluft nach draußen entweicht und kalte Außenluft nachströmt. Die Heizung muss diese einströmende kalte Luft immer wieder aufwärmen, was den Energiebedarf deutlich erhöht11. Besser ist es, du öffnest mehrere deiner Fenster für kurze Zeit weit.

Ein Tag ist geschafft, und morgen?

Der Klimawandel lässt sich nicht mit einer einzigen Handlung aufhalten – aber jede Veränderung beginnt mit einem ersten Schritt. Suche dir am besten einen oder zwei Tipps aus diesem Beitrag aus und probiere sie in deinem Alltag aus. Oft sind es die kleinen Gewohnheiten, die langfristig den größten Unterschied machen. Welchen Tipp möchtest du als Erstes umsetzen?

Quellen:

  1. https://www.tagesschau.de/wissen/klima/klimawandel-folgen-deutschland-100.html
  2. https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/fleischersatz-auf-pflanzenbasis-bester-umweltbilanz
  3. https://www.bundesumweltministerium.de/faq/wie-ist-die-oekobilanz-von-mehrwegbechern-im-vergleich-zu-einwegbechern-sind-mehrwegbecher-tatsaechlich-oekologisch-besser-als-einwegbecher
  4. https://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr/wie-umweltfreundlich-sind-auto-zug-schiff-co-im
  5. https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/366/bilder/dateien/vtv_2024_pv_tab_pdf.pdf
  6. https://www.hs.mh.tum.de/fileadmin/w00bbr/sportdidaktik/Forschung/Klima_bewegt_/Hintergrundinfos/Saison-Laufspiel_HGI.pdf
  7. https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/ressourcenschonung/einzelhandel-und-umwelt/32307.html
  8. https://www.zugutfuerdietonne.de/tipps-fuer-zu-hause/gut-planen
  9. https://www.verbund.com/de/privat/themenwelten/energie-wiki/energiesparlampe-led
  10. https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/wasser-bewirtschaften/wassersparen
  11. https://www.srf.ch/audio/ratgeber/richtig-lueften-beim-heizen?id=e6c2b9ce-9c32-447f-84ab-8fe1d8d9ce54

Insektenhotels oder Totholz – Was hilft Insekten wirklich?

Auf dem Bild ist das Logo von Nature Gardening Stories zu sehen. Es ist ein  Foto von einer Biene im Inneren einer Blaumohnblüte.

Warum Totholz mehr zum Erhalt der Biodiversität beiträgt als viele Insektenhotels

Liebe Nature Garden Community,

in meinem Naturgarten sehe ich es täglich: Insekten bilden das Fundament unserer Nahrungskette.  Sie reichern unsere Böden mit Nährstoffen an, bestäuben unsere Nutzpflanzen und bescheren uns so reichhaltige Ernten.

Doch die Lebensgrundlage von uns Menschen ist bedroht – „Insektensterben weltweit: Ein ökologisches Armageddon“ so hat es die Heinrich-Böll Stiftung im Jahr 2022 bezeichnet.

Als vermeintliche Antwort auf das Insektensterben finden sich mittlerweile in jedem Baumarktsortiment verschiedene Insektenhotels. Doch oft sind diese so gebaut, dass sie Insekten mehr schaden können, als ihnen zu nützen.

Deshalb geht es in diesem Blogbeitrag um:

  • die häufigsten Fehler bei Insektenhotels
  • wichtige Kriterien für die Auswahl oder den Bau eines Insektenhotels
  • meine Alternative zum Insektenhotel – Gärtnern für Faule
  • Totholz – das Insektenhotel der Natur

Ich kann mir nur schwer vorstellen, wie unser Leben und das zukünftiger Generationen aussehen wird, wenn duch fortschreitenden Klimawandel und weitere Zerstörung ihrer Lebensräume Insekten von der Erde verschwunden sein werden. Vielen Menschen ist immer noch nicht klar, wie dramatisch die Lage tatsächlich ist: Kein Obst, keine Gemüse und kein Getreide konnte wachsen, ohne dass ein Insekt es bestäubt hat. Keine Bestäubung durch Insekten bedeutet keine Nahrung für uns Menschen.


Um dem Insektensterben entgegen zu wirken, installieren viele Gartenbesitzer*innen Insektenhotels in ihren Gärten. Mit der Auswahl passender Materialien und der richtigen Bauweise bieten Insektenhotels Wildbienen, Hummeln, Marienkäfern und CO. gute Möglichkeiten zu nisten und zu überwintern.

Auf dem Foto ist eine Wildbiene beim Einstieg in ein Insektenhotel zu sehen.

Das Anbringen eines Insektenhotels ist an sich eine gute Idee.

Doch leider ist gut gedacht nicht immer auch gut gemacht.

Insektenhotels versuchen auf kleinstem Raum den natürlichen Lebensraum von Käfern, Wildbienen und anderen Insekten nachzuahmen. Sie werden in unterschiedlichen Formen angeboten. Neben vollmontierten, installationsfähigen Angeboten oder Bausätzen aus dem Handel sind auch zahlreiche Do-It-Yourself-Bastelanleitungen im Internet zu finden.

Um aber für Insekten tatsächlich einen Lebensraum zu bieten, sollten bei der Auswahl und Installation eines Insektenhotels entscheidende Fehler vermieden und einige Kriterien bedacht werden.

Die häufigsten Fehler passieren direkt bei der Konstruktion des Hotels. Oft werden die falschen Bau- oder Füllmaterialien verwendet.

Insektenhotels die mit Stroh, Fichtenzapfen, Holzwolle oder Holzhäckseln gefüllt werden, sind als Versteck oder Kinderstube für Insekten weitgehend nutzlos. Auch farbenfrohe Anstriche sind wenig artgerecht und erfüllen eher dekorative Zwecke.

Weitere häufige Gründe, warum Insektenhotels nicht von Wildbienen oder anderen Insekten besetzt werden, passieren bei der Standortwahl.

Anhand der Checkliste könnt ihr überprüfen, ob eure Insektenhotels den Kriterien entsprechen:

  • Gut durchgetrocknetes Hartholz (Eiche, Esche, Buche, Obstholz)
  • Hohle Schilf- oder Bambusstängel o.Ä.
  • Spezielle gebrannte Tonziegel
  • Pappröhrchen
  • Bienensteine
  • Keine Füllstoffe wie Holzwolle oder Fichtenzapfen
  • Markstängel einzeln am Insektenhotel (Brombeere, Himbeere)
Auf der Abbildung sind unterschiedliche, geeignete Füllmaterialien für Insektenhotels zu sehen. Hartholz, Bienenstein, Schilf und hohle Stängel.
Dies sind geeignete Materialien für das Befüllen von Insektenhotels. Auf den Bildern ist gut zu sehen, dass viele der Röhren verschlossen sind. In diesen haben Wildbienen ihre Brut abgelegt (Bild © LBV)
  • Saubere, glatte Bohrungen ohne Splitter oder sonstige Verunreinigungen
  • Bohrungen immer in die Rindenseite
  • Hohle Bambusstängel intakt und sauber geschnitten
  • Länge jeweils 10-15 cm, hinten immer geschlossen; Durchmesser der Öffnung 2 – 9 mm
  • eventuell Vogelschutzgitter
Auf dem Bild ist eine Grafik zu sehen, die zeigt in welcher Richtung ins Holz gebohrt werden sollte, wenn dies als Insektenhotel Füllmaterial genutzt werden soll. Dabei wird gezeigt, dass immer in die Rindenseite des Holzes gebohrt werden sollte.
Beim Nutzen von Holzmaterial ist wichtig, dass immer in die Längstseite der Holzfasern gebohrt wird, also in die Rindenseite des Holzes. Querbohrungen neigen zur Rissbildung und somit zum Wassereindrang. (Bild © LBV)
  • An geschützter Stelle oder mit Dach gegen Nässe
  • Besonnter Platz (Ausrichtung Südost bis Südwest)
  • Fest anbringen, darf nicht im Wind schwingen

Auf dem Bild ist ein Insektenhotel abgebildet, dass den Kriterien für sinnvolle Insektenhotels entspricht. Das Hotel ist mit einem Bienenstein, Bambusrohren und einem Holzbalken gefüllt.
So sieht ein sinnvolles Insektenhotel aus: fest installiert, an einem witterungsgeschützten Platz mit einem Dach das Feuchtigkeit abhält. Gefüllt mit passenden Materialien und ohne Farbanstrich (Bild © LBV)
Auf dem Bild ist ein Insektenhotel abgebildet, dass nicht den Kriterien für sinnvolle Insektenhotels entspricht. Das Hotel ist mit bunt angemalten Holzstücken, groben Lochziegeln und Holzwolle gefüllt.
So sieht ein ungeeignetes Insektenhotel aus: falsche Materialien, bunter Anstrich, Bohrungen in die falsche Seite des Holzes, zu kurzer Dachüberstand (Bild © Adobestock)

In meinem Garten summt, brummt und krabbelt es einfach überall und das ganz ohne Insektenhotel. Das einzige was ich dafür tue, ist keine Pflanzenmaterialien zu entsorgen.

Ich mähe meinen Blührasen nur ganz selten und lasse „Unkräuter“ und sich natürlich ansiedelnde Planzen wachsen. Denn wenn niemand mehr Brennnesseln im Garten wachsen lässt, finden z.B. die Schmetterlingsraupen vom kleinen Fuchs, dem Admiral oder dem Tagpfauenauge auch keine Nahrung.

Die ökologisch sinnvollste und einfachste Option ist, Insekten im Garten eine natürliche, artgerechte Umgebung zu bieten und somit gar kein Insektenhotel zu benötigen.


Die meisten Gartenbesitzer*innen wünschen sich Artenvielfalt in ihrem Garten, vernichten aber oft ungewollt mit übertriebener Gartenpflege oder unnötigen Aufräumarbeiten den Lebensraum von Insekten.

  • der häufige Einsatz von Rasenmäher oder Laubbläser
  • das Kleinschreddern von Gehölzschnitten und abgestorbenen Pflanzenteilen
  • der sofortige Rückschnitt von verblühten Staudenpflanzen
  • übertriebenes Entfernen vermeintlicher Unkräuter
  • das Entfernen und Zerkleinern von toten Bäumen oder Baumstümpfen

In vielen Gärten gibt es Bereiche die wenig genutzt oder selten betreten werden. Gerade diese Flächen eignen sich in der Gartengestaltung für das Anlegen kleiner Mini-Biotope, die Insekten und anderen Kleintieren und Lebewesen einen idealen Lebensraum bieten.

Das insektenfördernste in meinem Garten ist mit Sicherheit das Totholz. In einigen Ecken lasse ich der Natur einfach seinen Lauf und den jährlichen Gehölzschnitt einfach am Boden liegen. Zudem nutze ich Totholz als Beetumrandung, als Dekoelemente oder Sicht- und Windschutz.

In naturnahen Gärten bildet das Totholz neben Wasser und Nahrung eines der wichtigsten Elemente. Es bietet Nistplätze, Baumaterial und Nahrung für die unterschiedlichsten Insekten und Tiere und trägt somit zum Erhalt der Biodiversität im Lebensraum Garten bei.

Wie einfach es sein kann, Totholz in den eigenen Garten zu integrieren möchte ich euch gerne anhand von ein paar Fotos aus meinem Garten zeigen.

Auf dem Bild ist ein Beet zu sehen, das von loose aufgeschichteten Ästen umrandet ist

Loose Beetumrandung aus Totholz – Im Frühjahr kann man oft beobachten, wie sich Wildbienen, Hummeln, Wespen oder Hornissen am Baumaterial bedienen.

(Bild © kumusini)

Hier habe ich einen Birkenstamm und eine Weidenwurzel in ein Hochbeet gelegt. In den Birkenstamm ist jetzt eine Ameisenkolonie eingezogen

(Bild © kumusini)

Auf dem Bild ist ein Beet zu sehen, in dem zwischen Blumen und anderen Pflanzen ein Birkenstamm und eine Baumwurzel liegen
Auf dem Bild ist ein toter Apfelbaum zu sehen, an dem eine Kletterrose hochwächst

An diesem Stamm eines toten Apfelbaumes lasse ich eine heimische Kletterrosensorte hochwachsen.

In dem Stamm sind viele Insektengänge zu sehen.

(Bild © kumusini)

Eine Natursteinmauer bietet vielen Insekten Unterschlupf. Hier habe ich Natursteine mit Totholz kombiniert. Das Moos speichert Feuchtigkeit und schafft somit Lebensraum für alle Insekten, die auf ein feuchteres Klima angewiesen sind.

(Bild © kumusini)

Auf dem Bild ist eine Natursteinmauer zu sehen in der Äste und Totholz verbaut wurden. Die Steine und die Äste sind mit Moos bewachsen.

Ich weiß, dass ein wilderes Gartendesign nicht jeder Person so gut gefällt wie mir.

Trotzdem hat Totholz und etwas Unordnung im Garten viele Vorteile:

  • es bietet Lebensraum für Insekten und andere Tiere
  • es hilft beim Erhalt der Biodiversität
  • es macht viel weniger Arbeit

Wenn ihr Insektenhotels in euren Gärten anbringen möchtet, dann achtet bitte auf die oben genannten Kriterien.

Die Zeitschrift Ökotest hat im Jahr 2025 einige Insektenhotels getestet. Die teilweise unschönen Ergebnisse der Bewertung findet ihr hier.

Sinnvolle Insektenhotels zum Kauf bieten u.a. der NABU  oder das Naturschutzcenter .

Anleitungen zum artgerechten Selbstbau von Insektenhotels und -Nisthilfen findet ihr bei Insektenhotels.net , beim Landesverbund für Vogel- und Naturschutz Bayern e.V. oder beim NABU.


Wie sieht es in euren Gärten aus? Seid ihr eher im Team Totholz oder im Team Insektenhotel? Was sind eure Ideen für naturnahe Gartengestaltung?

Ich freue mich wie immer auf eure Kommetare 🖤


https://www.boell.de/de/2022/01/12/insektensterben-weltweit-ein-oekologisches-armageddon

https://www.wwf.de/themen-projekte/artensterben/insektensterben

https://altoetting.bund-naturschutz.de/fileadmin/kreisgruppen/altoetting/pdf/Projekte/Zusammenfassungen/MergnerWorkshopTotholz.pdf

https://www.oekotest.de/freizeit-technik/7-Insektenhotels-im-NABU-Check-Darauf-kommt-es-bei-einer-Nisthilfe-an_15383_1.html

https://www.nabu-shop.de/gartentier-produkte/insektenhotels

https://www.naturschutzcenter.de/insektenhotels

https://insektenhotels.net/

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https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/insekten-helfen/00959.html

Achtsamkeit im Unternehmen – Stress bei Beschäftigten reduzieren

Meditation für mehr Ruhe und Achtsamkeit zur Stressreduzierung
Bildquelle: Pixabay (lizenzfrei)

Einführung

Achtsamkeit im Unternehmen gewinnt zunehmend an Bedeutung. In einer Welt, die geprägt ist von globalen Konflikten, Klimawandel und steigenden Lebenshaltungskosten, ist der Faktor Stress in der Bevölkerung allgegenwärtig.

Wirtschaftliche Erschütterungen sowie innenpolitische und globale Konflikte sorgen für wachsende Unsicherheiten, sowohl im privaten als auch im wirtschaftlichen Bereich. So wurden laut dpa alleine in Deutschland im Jahr 2025 ca. 124.000 Stellen in der Industrie gestrichen¹. 

Die Inflation und Lebenshaltungskosten steigen²  und belasten die Bürgerinnen und Bürger zunehmend. Zudem hat auch die ständige Erreichbarkeit durch digitale Werkzeuge sowie ein wachsender Leistungsdruck einen erheblichen Einfluss auf das Stresslevel³.

Auswirkungen durch Stress

Laut dem Stressreport der TK-Krankenkasse  fühlen sich alleine in Deutschland nach eigener Aussage 66 % der Menschen “häufig oder manchmal gestresst”. 62 % hiervon leiden an psychosomatischen Symptomen wie Rückenverspannungen oder Muskelschmerzen sowie Schlafstörungen und Erschöpfungssymptomen⁴.

Auch intrinsische Faktoren haben einen hohen Einfluss auf das Stresslevel. Laut dem TK Stressreport⁴ sind Ansprüche an die eigene Person der größte Auslöser für Stress. Viele Menschen legen extrem hohe Standards an sich an, können eigene Fehler kaum akzeptieren und setzen unrealistische Ziele. Dies kann schnell Stress auslösen und zudem zu depressiven Verstimmungen führen⁵. Durch die wachsende Möglichkeit der Arbeit im Homeoffice sind Beschäftigte zudem selbst angehalten, “Arbeitszeiten und Pausen sowie Arbeitsgestaltung und Selbstorganisation neu zu denken”³ (S. 5).

Viele dieser Stressfaktoren werden durch die Erwerbstätigkeit ausgelöst, so dass Unternehmen zum Handeln gefordert sind. Für Arbeitgeber gibt es jedoch Möglichkeiten, ein aktives Gesundheitsmanagement für die Beschäftigten zu betreiben. Neben Angeboten wie Betriebssport deuten Studien⁶,⁷ darauf hin, dass sich Resilienztraining in einer Welt zunehmenden Stresses bewährt. Achtsamkeit ist hier das Stichwort für Sie.

Definition & Geschichte von Achtsamkeit

Das Konzept Achtsamkeit findet seinen Ursprung in der buddhistischen Lehre und meint heute “das absichtsvolle Gegenwärtigsein unseres Geistes bei allem, was gerade im Moment geschieht, bei Empfindungen des Körpers, Bewegungen des Geistes, Wahrnehmungen und Gefühlen, ohne dass diese beurteilt werden”⁸ .

Dadurch sollen physische und psychische Impulse, die sonst unbewusst auftreten, wahrgenommen werden, um die daraus resultierende Handlung bewusster steuern zu können. Menschen sind häufig mit den Gedanken nicht im Hier und Jetzt, sondern in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Dadurch “bemerken [Menschen] weder die Signale unseres Körpers noch unsere Bedürfnisse oder Belastungsgrenzen”³ (S. 9)

Als Vorreiter des Konzepts Achtsamkeit der Moderne und der Stressbewältigung gilt der Molekularbiologe John Kabatt-Zinn. Er entwickelte 1979 das 8-wöchige Mindfulness Based Stress Reduction-Programm (kurz: MBSR-Programm, übersetzt: Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion) das sich in den folgenden Jahren weit verbreitet hat und heutzutage “weltweit im Gesundheitsbereich[…] sowie in Unternehmen erfolgreich angewendet [wird]”⁹. Das Programm verbindet Meditationen mit Ansätzen aus der Psychologie und Stressbewältigungsstrategien⁹ und soll es den Anwendenden kurz gesagt ermöglichen, körperliche Warnsignale wahrzunehmen und alternative Handlungsoptionen zu entwickeln, um einen fürsorglicheren Umgang mit der eigenen Person zu finden³ (S. 10). 

Vorteile von Achtsamkeit im Unternehmen

Durch diese Fähigkeiten kann eine sogenannte “Verringerung von affektiver Reaktivität”¹⁰ (S. 7) bewirkt werden. Vereinfacht gesagt bedeutet dies, dass trainiert wird, zu verhindern, auf negative Impulse mit negativen Emotionen zu reagieren. Die ausübende Person nimmt belastende Gefühlszustände wie Stress bewusster wahr und kann früher intervenieren, ohne dass Handlungen im “Autopiloten”³ (S. 8) ausgeführt werden. Darüber hinaus trainiert Achtsamkeit Fähigkeiten wie Akzeptanz, (Selbst-)Vertrauen und das Loslassen von Belastungen¹⁰ (S. 13). Zudem konnten Studien die positive Wirkung von Achtsamkeit auf die Aufmerksamkeitsspanne der Probanden nachweisen, was im Arbeitskontext zu einer fokussierteren Arbeitsweise Ihrer Mitarbeitenden führen kann¹⁰.

Die (positive) Wirkung von Achtsamkeit kann sowohl physiologisch⁶ (S. 23 ff., S. 25 ff.) als auch neuronal⁷ (S. 35 ff.) gemessen werden. Das Konzept wird allerdings vermutlich nicht für jeden Ihrer Mitarbeitenden geeignet sein. Manche Personen benötigen andere Lösungsansätze zum Umgang mit Stress.

Wie ihr Unternehmen Achtsamkeit konkret umsetzen kann, erfahren Sie im folgenden Abschnitt.

Achtsamkeit im Unternehmen implementieren

Um ein Achtsamkeitskonzept im Rahmen einer betrieblichen Gesundheitsförderung erfolgreich in Ihr Unternehmen zu implementieren, wurden 5 Bedingungen ausgemacht, die dafür erfüllt sein sollten¹¹:

1. Allgemeine Rahmenbedingungen¹¹ (S. 202)

Sie als Arbeitgeber müssen Rahmenbedingungen schaffen, die den Beschäftigten die Teilnahme an einem Achtsamkeitstraining ermöglichen. Dazu gehört bspw. die Möglichkeit der Teilnahme während der Arbeitszeit sowie geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen.

2. Trainingssetting¹¹ (S. 202)

Meint einen konkreten, zeitlichen Ablauf des Übungsprogramms. Empirische Untersuchungen haben gezeigt, dass bspw. ein Rahmen mit wöchentlich acht Terminen á zwei bis zweieinhalb Stunden zu Erfolgen führt.

3. Achtsamkeitstrainer¹¹ (S. 202 ff.)

Einen guten Trainer zeichnen besonders drei Eigenschaften aus: eine persönliche Überzeugung, die Fähigkeit, Inhalte verständlich transportieren zu können und durch Vorleben der Achtsamkeitspraxis in den Teilnehmenden eine intrinsische Motivation zu wecken.

4. Unternehmen/Organisation¹¹, 2019, (S. 203)

Damit die Implementierung gelingt, muss das Thema Gesundheit in Ihrem Unternehmen in der Unternehmenskultur auf allen Hierarchieebenen Einzug und Akzeptanz finden. Führungskräfte müssen “ganzheitlich führen”, also neben der Autoritätsfunktion auch soziale Aspekte berücksichtigen, authentisch auftreten und eine gesunde Fehlerkultur in ihren Teams etablieren.

5. Teilnehmende¹¹ (S. 203)

Sind alle Rahmenbedingungen geschaffen, kann Achtsamkeitstraining nur funktionieren, wenn die Teilnehmenden dem Thema mit Interesse und Offenheit gegenübertreten – hier ist jeder selbst dazu angehalten, das Engagement aufzubringen, um entsprechende, persönliche Resultate zu erzielen.

Kosten für Achtsamkeit im Unternehmen


Im Jahr 2023 lag der Durchschnitt von Arbeitsunfähigkeitstagen (AU-Tagen) pro Beschäftigte bei 21,0 Tagen. 16 % der AU-Tage wurden durch psychische Erkrankungen verursacht, die durchschnittliche Dauer der durch psychische Erkrankungen verursachten AU-Tage lag bei 48 Tagen. Die Kosten durch Produktionsausfälle beliefen sich dadurch im Jahr 2023 auf ca. 35,4 Milliarden Euro, was einem Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 0,8 % entsprach¹². Die direkten Kosten für das Gesundheitssystem beliefen sich 2023 auf insgesamt etwa 63,3 Milliarden Euro oder 780 € pro Kopf¹³.

Diesen Kosten gegenübergestellt variieren die Preise für ein Achtsamkeitstraining wie dem bereits erwähnten MBSR-Programm durch ausgebildete MBSR-Trainer, je nach Angebot, Umfang, Dauer etc. Für diesen Blogbeitrag wurden daher ausgewählte Angebote verglichen und variierten zwischen 180 €¹⁴ – 398 €¹⁵ pro Person. Zwar können die Kosten dieser Maßnahmen nicht direkt den potenziellen Kosten für das Gesundheitssystem gegenübergestellt werden. Die Zahlen verdeutlichen allerdings, dass Maßnahmen zur Gesundheitsförderung in Relation gesehen verhältnismäßig günstig sind und einen Beitrag zur Verringerung von Ausfallkosten leisten können.

Das Einkommensteuergesetz (EStG), § 3 Nr. 34 erlaubt es Arbeitgebern zudem, Leistungen zur betrieblichen Gesundheitsförderung bis zu 600 € pro Jahr steuerfrei zu übernehmen¹⁶. Auch unter diesem Aspekt kann sich die Investition in die Gesundheit Ihrer Mitarbeitenden somit lohnen.

Fazit

Bei den genannten Zahlen handelt es sich lediglich um Durchschnittswerte. Es gibt viele Arbeitsausfälle, denen keine psychische Ursache zugrunde liegt. Daher sollte das Portfolio Ihrer betrieblichen Gesundheitsförderung breiter gestreut sein, bspw. mit Rückenschulen oder Sehtests. Die Zahlen können jedoch ein Indikator dafür sein, dass Prävention vergleichsweise günstig ist, im Gegensatz zu den potenziellen Kosten durch Arbeitsausfälle und damit verbundenen Produktionsausfällen und Kosten für das Gesundheitssystem. 

Achtsamkeit und sonstige Stressbewältigungsstrategien können zudem die Lebensqualität der Teilnehmenden erheblich verbessern. Im Idealfall hat dies einen positiven Einfluss auf das private Umfeld der jeweiligen Person und führt dadurch zu einem gesellschaftlichen Mehrwert. Hinzu kommt, dass ein aktives Gesundheitsmanagement nicht nur die Gesundheit Ihrer Mitarbeitenden fördern, sondern im Idealfall auch Produktionsausfälle reduzieren, Wertschätzung gegenüber Ihren Mitarbeitenden zum Ausdruck bringen und durch eine höhere Zufriedenheit die Bindung an Ihr Unternehmen erhöhen kann.

Weitere Beiträge von Studierenden der Hochschule Hannover, unter anderem zum Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement, finden Sie hier.


Quellenverzeichnis

¹ dpa. (2026). Standort Deutschland: Mühsam aus der Krise – Industrie streicht über 120.000 Jobs. Online unter https://www.wiwo.de/unternehmen/industrie/konjunktur-industrie-baut-2025-mehr-als-120000-jobs-in-deutschland-ab/100200930.html [Abruf am 28.04.2026]

²  Statistisches Bundesamt (o. J.): Inflationsrate im März 2026 bei +2,7 %. Online unter https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/04/PD26_127_611.html [Abruf am 28.04.2026]

³ Eßwein, Jan (2023): Achtsamkeit am Arbeitsplatz. Wie Organisationen eine Zukunftskompetenz in Prävention und Gesundheitsförderung einsetzen. Online unter https://www.iga-info.de/fileadmin/redakteur/Veroeffentlichungen/iga_Wegweiser/Dokumente/iga.Wegweiser_Achtsamkeit_am_Arbeitsplatz.pdf 

⁴  TK – Die Techniker (2025): Stressreport 2025. Online unter https://www.tk.de/resource/blob/2207446/19c9824592652569ea05973fbdc1b6c9/tk-stressreport-2025-data.pdf 

⁵ Koutra, Katerina, Mouatsou, Chrysi., & Psoma, Sofia (2023): The Influence of Positive and Negative Aspects of Perfectionism on Psychological Distress in Emerging Adulthood: Exploring the Mediating Role of Self-Compassion. In: Behavioral Sciences, Jg. 13, H. 11, S.  1-15. Online unter https://doi.org/10.3390/bs13110932

⁶ Schmid, Regina F.; Thomas, Joachim (2019): Physiologische Aspekte der Achtsamkeit. In: Chang-Gusko, Yong-Seun; Heße-Husain, Judith; Cassens, Manfred & Meßtorff, Claudia (Hrsg.). Achtsamkeit in Arbeitswelten: Für eine Kultur des Bewusstseins in Unternehmen und Organisationen. Springer Fachmedien Wiesbaden. Online unter https://doi.org/10.1007/978-3-658-25673-9

⁷ Heße-Husain, Judith; Meßtorff, Claudia (2019): Neuroimmunologie der Achtsamkeit. In: Chang-Gusko, Yong-Seun; Heße-Husain, Judith; Cassens, Manfred & Meßtorff, Claudia (Hrsg.). Achtsamkeit in Arbeitswelten: Für eine Kultur des Bewusstseins in Unternehmen und Organisationen. Springer Fachmedien Wiesbaden. Online unter https://doi.org/10.1007/978-3-658-25673-9

⁸ Wallach, Harald (2022).  Stichwort: Achtsamkeit. In: Dorsch Lexikon der Psychologie. Online unter https://dorsch.hogrefe.com/stichwort/achtsamkeit  [Abruf am 28.04.2026]

⁹ MBSR-Verband (o. J.): Achtsamkeit mit MBSR. . Online unterhttps://www.mbsr-verband.de/achtsamkeit/mbsr [Abruf am 28.04.2026]

¹⁰Chang-Gusko, Yong-Seun (2019): Geschichte und Definitionen von Achtsamkeit. In: Chang-Gusko, Yong-Seun; Heße-Husain, Judith; Cassens, Manfred & Meßtorff, Claudia (Hrsg.). Achtsamkeit in Arbeitswelten: Für eine Kultur des Bewusstseins in Unternehmen und Organisationen. Springer Fachmedien Wiesbaden. Online unter https://doi.org/10.1007/978-3-658-25673-9

¹¹Hiendl, Christoph O. (2019): Achtsamkeit in Arbeitswelten – Mögliche Umsetzungsszenarien in Großunternehmen. In: Chang-Gusko, Yong-Seun; Heße-Husain, Judith; Cassens, Manfred & Meßtorff, Claudia (Hrsg.). Achtsamkeit in Arbeitswelten: Für eine Kultur des Bewusstseins in Unternehmen und Organisationen. Springer Fachmedien Wiesbaden. Online unter https://doi.org/10.1007/978-3-658-25673-9

¹² dgppn (2025): Basisdaten Psychische Erkrankungen, Stand: Februar 2025. Online unter https://www.dgppn.de/_Resources/Persistent/a71c6af0841eb0236690e3d360630418d5f56c24/2025_DGPPN_Basisdaten%20Psychische%20Erkrankungen.pdf 

¹³Janson, Matthias. Infografik: Welche Krankheiten sind am kostenintensivsten? Statista Daily Data. Online unter https://de.statista.com/infografik/34983/kosten-durch-krankheiten-und-koerperliche-schaeden-in-deutschland [Abruf am 28.04.2026]

¹⁴Wolf, Suzan (o. J.): Achtsamkeitstraining für Unternehmen. Online unter https://www.suzan-wolf.de/unternehmen [Abruf am 28.04.2026]

¹⁵wegezumsein (o. J.) MBSR – Stressbewältigung durch Achtsamkeit. Online unter https://www.wegezumsein.com/seminar-event-fuer-unternehmen/mbsr-stressbewaltigung-durch-achtsamkeit-8-wochen-kurs-fur-den-beruf/ [Abruf am 28.04.2026]

¹⁶Bundesministerium der Finanzen(2023): Umsetzungshilfe zur steuerlichen Anerkennung. In: Amtliches Lohnsteuer-Handbuch—LStH 2023 BMF. Online unter https://esth.bundesfinanzministerium.de/lsth/2023/B-Anhaenge/Anhang-18c/anhang-18c.html [Abruf am 28.04.2026]